Serben in Bosnien feiern ihn als Helden: Demonstrationen gegen Karadzic-Verhaftung
- Proteste in Pale von Nationalisten-Partei organisiert
- PLUS: Karadzic in Wien - Am Meiselmarkt gesichtet

·Karadzic ging oft am Meiselmarkt shoppen
Auch Baumeister Lugner will ihn gesichtet haben
·Karadzic' Neffe: 'War
sein einziger Helfer'
Karadzic angeblich immer
in Jugoslawien versteckt
·Auch Richard Lugner
hat Karadzic gesehen
Erinnerung, "weil er so komisch ausgesehen hat"
·Partei und Behörden unterstützten Karadzic
Sonderstaatsanwalt in Serbien erhebt Vorwürfe
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Erste Anklagen wurden schon 1995 erhoben
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Vom Mediziner zum Politiker und Dichter
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Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit
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Union prüft Ratifizierung des Serbien-Abkommens
Tausende Anhänger des ehemaligen bosnischen Serbenführers Radovan Karadzic haben in mehreren bosnisch-serbischen Städten gegen dessen Verhaftung protestiert. Allein in Pale, der Hochburg Karadzic' während des Bosnienkriegs 1992 bis 1995, demonstrierten rund 2.000 Menschen. Sie trugen T-Shirts mit dem Bild Karadzic' und der Aufschrift "Serbischer Held". Organisiert wurden die Proteste von der Serbischen Demokratischen Partei (SDS), die von Karadzic gegründet wurde.
Die Führung der serbisch-orthodoxen Kirche hatte einen Appell der SDS, zu Ehren Karadzics Gottesdienste abzuhalten, abgelehnt. Die bosnisch-serbische Bevölkerung betrachtet Karadzic und seinen früheren Militärchef Ratko Mladic ungeachtet der gegen sie erhobenen Kriegsverbrechervorwürfe weiter als Helden.
Der mutmaßliche Kriegsverbrecher war nach mehr als zehnjähriger Flucht in Serbien verhaftet worden. Er soll an das UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ausgeliefert werden. Sein Anwalt legte dagegen Einspruch ein.
(apa/red)
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