Hochwasser in Rumänien und der Ukraine:
Schwere Regenfälle fordern Menschenleben
- Schwerste Hochwasserkatastrophe seit 100 Jahren
- Hunderte Menschen vor Fluten in Sicherheit gebracht

Heftige Regenfälle und Überschwemmungen forderten sowohl in Rumänien als auch in der Ukraine zahlreiche Menschenleben. Im Westen der Ukraine sind laut Medien mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Im rumänischen Tal Valea Vaserului starb eine dreiköpfige Touristenfamilie in den Trümmern einer Holzhütte. Dort ertrank auch ein 14-Jähriger in den Fluten, so die Behörden.
Die Regierung in Kiew sprach von der schwersten Hochwasserkatastrophe seit 100 Jahren mit Schäden von mehr als 100 Millionen Euro, wie die Agentur Interfax meldete. Der rund 1400 Kilometer lange Fluss Dnjestr sei vielerorts über die Ufer getreten und habe Ortschaften überschwemmt. Mehrere Menschen wurden vermisst. Auch Moldawien und seine abtrünnige Dnjestr-Republik Transnistrien kämpften mit Überschwemmungen. Betroffen seien in der Region Lwiw (Lemberg) und Tschernowzy im Westen der Ukraine 20.000 Häuser, teilten die Zivilschutzbehörden mit. Dutzende Brücken und mehrere hundert Kilometer Straßen und Wege seien zerstört worden.
Am Dnjestr wurden von Rettungskräften tausende Menschen in Sicherheit gebracht. Krisenstäbe erörterten am Sonntag weitere Evakuierungsmaßnahmen für die Bevölkerung, da mit einem Ansteigen des Flusses gerechnet wurde.
Das Valea Vaserului in Rumänien sei vollkommen überschwemmt und nur noch per Hubschrauber zu erreichen, hieß es. Vier Flüsse seien dort gegen Mitternacht über die Ufer getreten. Die Überschwemmungen haben sich seit Freitag vom Nordosten des Landes auf den Nordwesten ausgeweitet. Grund waren Rekord-Regenmengen in der Region, aber auch in der im Norden angrenzenden Ukraine, von wo aus einige Flüsse nach Rumänien fließen. Am Freitag und Samstag hatten die Behörden in der dramatisch vom Hochwasser betroffenen nordöstlichen Region um die Städte Suceava und Radauti Hunderte Menschen in Sicherheit gebracht.
(apa/red)
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