Sonntag, 27. Juli 2008

Bombenanschläge in westindischer Stadt:
Opferzahl mittlerweile auf 45 angestiegen

  • Unbekannte 'Indische Mujaheddin' bekennen sich sich
  • Ahmedabad war 2002 Schauplatz schwerer Unruhen

Nach einer Anschlagsserie in der westindischen Stadt Ahmedabad ist die Zahl der Todesopfer nach offiziellen Angaben auf 45 gestiegen. 110 Menschen hätten Verletzungen erlitten, teilte die Polizei im Unionsstaat Gujarat mit. Zu den mindestens 16 Explosionen bekannte sich eine kaum bekannte muslimische Gruppe, die Indischen Mujaheddin. Dem Sender CNN-IBN zufolge wurden 30 Verdächtige festgenommen.

Einen Tag zuvor waren bei der Explosion von sieben Bomben in der Stadt Bangalore im Süden des Landes zwei Menschen ums Leben gekommen. Zu diesen Anschlägen bekannte sich zunächst niemand.

Ahmedabad war 2002 Schauplatz schwerer Unruhen zwischen Hindus und der muslimischen Minderheit. Rund 1.000 Menschen wurden getötet, die meisten von ihnen waren Muslime. Auslöser der Gewalt war ein Brand, der 60 Passagiere eines mit Hindu-Pilgern besetzten Zugs das Leben kostete. Hindu-Extremisten machten Muslime verantwortlich und randalierten in muslimischen Stadtteilen.

(apa/red)

27.7.2008 10:37