Österreicher in den Pyrenäen ermordet:
Deutscher schlägt Opfer mit Stange nieder
- Hintergründe der Tat bleiben weiterhin rätselhaft
- Mutmaßlicher Mörder war bei der Tat alkoholisiert

Bluttat in den Pyrenäen: Ein Deutscher soll im betrunkenen Zustand einen 53-jährigen Österreicher zuerst mit einer Eisenstange erschlagen und dann mit dem Auto überfahren haben. Die Tat dürfte im Zuge eines Streits bereits in der Nacht auf Mittwoch erfolgt sein. Beim Toten soll es sich laut Außenministerium um den gebürtigen Wiener Kurt K. handeln. Die Leiche wurde mit Verletzungen im Kopf- und Brustbereich in der Gegend von Castelnau-Magnoac gefunden.
Der mutmaßliche Täter soll mehrmals mit einer Stange auf den Österreicher eingeschlagen haben, bevor er sein Opfer überfuhr, berichteten AFP und dpa. Der Deutsche hat bereits gestanden.
Der 53-Jährige hatte einen Wohnsitz in Deutschland und dürft offenbar schon länger nicht mehr in Österreich gewesen sein. Der Mann sei heuer im Mai, Mitte Juni nach Frankreich gereist, berichtete ein Sprecher des Außenministeriums. Eine Obduktion der Leiche sei bereits erfolgt - Ergebnisse würden dem Ministerium noch nicht vorliegen. Es dürfte noch einige Tage dauern, bis der Leichnam freigegeben werde, so der Sprecher. Man sei bereits mit der Familie des Toten in Österreich in Kontakt. Über den mutmaßlichen Täter gebe es "gar keine offizielle Mitteilung von der französischen Polizei".
Nach französischen Medienberichten soll Kurt K. bereits seit Jahren in Frankreich leben und zum Tatzeitpunkt in einem Wohnwagen im Dorf Casterets in der Nähe eines Bauernhofes gewohnt haben, den er restaurieren wollte. Der mutmaßliche Täter soll sich vor einigen Jahren bei dem Mann niedergelassen haben.
(apa/red)
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