Donnerstag, 24. Juli 2008

"Rollentausch" der blutigen Art: Bub biss wilden Pitbull in Brasilien in die Flucht

  • Elfjähriger erlitt zum Glück nur leichte Blessuren
  • Kampfhund ist nun für einige Tage unter Beobachtung

Ein elfjähriger Bub hat in Brasilien einen Pitbull in die Flucht gebissen. Der ungewöhnliche Rollentausch ereignete sich nach Medienberichten vom Donnerstag in der Provinzhauptstadt Belo Horizonte im südöstlichen Bundesstaat Minas Gerais.

Gabriel da Silva sei am Dienstag im Garten seines Elternhauses vom eigenen Hund "Tita" (Titan) angegriffen worden. "Da hat Gabriel den Hund plötzlich am Hals gewürgt und gebissen, er ist ein Sieger", erzählte Großmutter Arlinda vom Schreck erholt und voller Stolz. Der Bub brach sich den Berichten zufolge bei seiner Notwehraktion einen Zahn ab und kam ansonsten mit leichten Armverletzungen davon.

Der Kampfhund sei von der Feuerwehr sofort eingefangen worden, hieß es. Er werde nun zehn Tage lang "unter Beobachtung" bleiben. Danach kann die Familie mit Hilfe der Experten entscheiden, ob sie den Hund wieder aufnimmt oder er lieber eingeschläfert werden soll. "Komisch. Er war von klein an bei uns und hat nie jemanden angegriffen", sagte sich Oma Arlinda. Die Familie wolle den Hund nach dem Angriff aber nie wieder sehen, versicherte sie.

(apa/red)

24.7.2008 19:04