Serbische Botschafter zurück in EU: Protest gegen Kosovo-Unabhängigkeit nun beendet
- Plassnik: 'Willkommen zurück in Wien, Dragan Velikic'
- Belgrad hat Unabhängigkeit Pristinas nicht anerkannt

Die serbischen Botschafter kehren in jene EU-Staaten zurück, aus denen sie in den vergangenen Monaten aus Protest gegen die Anerkennung des Kosovo zurückbeordert wurden. Der Beschluss gilt nur für EU-Länder und nicht auch andere Staaten, die den Kosovo anerkannt haben. Wie aus diplomatischen Kreisen zuvor zu erfahren war, dürfte der Belgrader Schriftsteller Dragan Velikic als Botschafter in Österreich in der ersten August-Hälfte nach Wien zurückkehren.
Pristina (Prishtina) hatte am 17. Februar seine Unabhängigkeit von Serbien proklamiert. Insgesamt haben bisher 43 Staaten den Kosovo anerkannt, darunter 20 EU-Länder (auch Österreich) und die USA. Belgrad erkennt die Unabhängigkeit nicht an. Auch andere Länder, darunter die ständigen Mitglieder im UNO-Sicherheitsrat Russland und China, lehnen die Anerkennung eines unabhängigen Kosovo ab.
Außenministerin Ursula Plassnik begrüßt den Beschluss der Regierung in Belgrad, die serbischen Botschafter in jene EU-Staaten zurückzusenden, aus denen sie in den vergangenen Monaten aus Protest gegen die Anerkennung des Kosovo abgezogen wurden. "Das ist eine erfreuliche und lange überfällige Entscheidung", erklärte Plassnik."Willkommen zurück in Wien, Dragan Velikic!", formulierte die Außenministerin.
(apa/red)
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