Drama am Nanga Parbat endet glücklich:
Beide Alpinisten mit Helikopter geborgen
- Die Südtiroler wurden zur Basisstation ausgeflogen
- Erstes Statement: "Was, ich muss zuhause anrufen?"

Neun Tage nach Beginn des Dramas am Nanga Parbat sind die beiden Bergsteiger aus Südtirol und Trentino in Sicherheit. Auch Walter Nones sei mit einem Hubschrauber geborgen worden, sagte Mohammad Ilyas vom pakistanischen Flugrettungsdienst Askari Aviation der Deutschen Presse-Agentur dpa. Bei einem ersten Flug war kurz zuvor Simon Kehrer von rund 6.000 Meter Höhe aus zum Basislager geflogen worden.
"Die Rettungsmission ist abgeschlossen", sagte Ilyas. "Beide Bergsteiger sind in Sicherheit." Kehrer und Nones seien in einem Hubschrauber auf dem Weg in die Stadt Gilgit rund 570 Kilometer nördlich von Islamabad. Gilgit verfügt über einen Flughafen.
Erste Statements
"Es geht uns gut, es geht uns gut." Erleichtert und freudig haben die beiden Bergsteiger ihre Rettung aufgenommen. "Gestern hat es noch eine kleine Lawine gegeben, aber heute sind wir gut 'runtergekommen", sagte Nones nach italienischen Medienberichten. Beide waren mit einem Helikopter in Sicherheit gebracht worden.
Auf die Aufforderung des italienischen Rettungsleiters Agostino Da Polenza, "nun sofort daheim anzurufen", antwortete Nones mit der Frage: "Was, ich muss zu Hause anrufen?" Während das Rettungsteam mit einem Freudengeheul das Ende des Bergdramas feierte, ermahnte der Leiter scherzhaft den Geretteten: "Willst Du damit vielleicht bis morgen warten?"
Skifahren auf 6600 Meter Höhe
Kehrer und Nones saßen wegen schlechtem Wetter tagelang auf dem Berg fest. Die Wetterbesserung am Donnerstag nutzten die Alpinisten zum Abstieg auf rund 6.000 Meter Höhe, wo der Hubschrauber der pakistanischen Flugrettung sie nacheinander aufnehmen konnte. "Südtirol Online" berichtete, Simon Kehrer und Walter Nones hätten um 7.45 Uhr (Ortszeit/3.45 Uhr MESZ) den Abstieg von 6.600 Metern Höhe begonnen, wo sie festsaßen. Der Internetdienst zitierte Maurizio Gallo vom italienischen Rettungsteam am Nanga Parbat mit den Worten: "Wir haben sie gesehen, sie sind mit den Skiern unterwegs."
Die Alpinisten waren am Dienstag vergangener Woche bei der Besteigung des 8.125 Meter hohen Nanga Parbat im pakistanischen Teil des Himalaya von schlechtem Wetter überrascht worden. Der bekannte Alpinist Karl Unterkircher, der erfahrenste der drei Bergsteiger, war dabei abgestürzt. Nach pakistanischen Angaben besteht für ihn keine Hoffnung mehr. (apa/red)
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