Mittwoch, 23. Juli 2008

Schweres Erdbeben im Norden Japans: Mindestens 13 Menschen wurden verletzt

  • Beben erreichte Stärke 6,8: Gebäude schwankten
  • Regierung richtete Krisenzentrum für rasche Hilfe ein

Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,8 hat den Norden Japans erschüttert. Wie die japanische Wetterbehörde mitteilte, ereignete sich das Beben in 120 Metern Tiefe im nördlichen Teil der japanischen Hauptinsel Honshu. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden in der Stadt Hachinohe mindestens 13 Menschen mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.

Das Beben war auch in der rund 500 Kilometer südlich gelegenen Hauptstadt Tokio zu spüren, wo Gebäude ins Wanken gerieten. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Die Regierung in Tokio richtete ein Krisenzentrum ein, um die Rettungsarbeiten zu koordinieren.

Brände befürchtet
In Hachinohe befürchteten die Behörden den Ausbruch von Bränden. In der Stadt rückten Feuerwehrautos und Krankenwagen mit Sirenen aus. Das Erdbeben überraschte die Menschen frühmorgens im Schlaf: "Ich bin mit einem Riesenschreck aufgewacht. Ich fragte mich, was in aller Welt los war", sagte der Beamte Takashi Kato aus der Stadt Morioka nahe dem Epizentrum. Laut Kato wurde ein Teil des Rathausdaches beschädigt. Weitere Einzelheiten zu Schäden konnte der Beamte nicht nennen. Fernsehbilder zeigten Büroräume, deren Fußböden mit durcheinander gewirbeltem Papier bedeckt waren.

Das US-Institut für geologische Überwachung gab die Stärke des Bebens mit 6,8 an. Das Epizentrum lag in der Gegend, in der sich am 14. Juni ein Beben der Stärke 7,2 ereignet hatte. Damals waren 13 Menschen ums Leben gekommen, zehn weitere wurden vermisst.

(apa/red)

23.7.2008 19:24