Dienstag, 29. Juli 2008

Schwere Schäden nach Hurrikan "Dolly":
250.000 Menschen sind ohne Trinkwasser

  • "Dolly" wurde zum tropischen Sturm abgestuft

Der Hurrikan "Dolly" hat bei seinem Zug nach Südtexas in Nordmexiko die Wasserversorgung für 250.000 Menschen zerstört. Wie die Behörden in Matamoros mitteilten, wurde die wichtigste Wasseraufbereitungsanlage der Stadt durch den Hurrikan vernichtet. Damit sei die Hälfte der 500.000 Einwohner ohne Trinkwasser.

"Dolly" riss bislang zwei Menschen in den Tod. In Tamaulipas starb ein Mann durch einen Stromschlag, den ein abgerissenes Kabel ausgelöst hatte. An der Küste des Bundesstaates Yucatan wurde unterdessen die Leiche eines Fischers gefunden.

Er war gemeinsam mit drei weiteren Männern am vergangenen Sonntag vor der Küste unweit des Badeortes Cancun als vermisst gemeldet worden, als der Wirbelsturm dort vorbeizog. Die drei Begleiter gelten weiterhin als verschollen und sind möglicherweise auch umgekommen.

"Dolly" nur noch Tropensturm
Auch im weiter nördlich gelegenen US-Bundesstaat Texas richtete "Dolly" Schäden an. Insgesamt schwächte sich "Dolly" aber so weit ab, dass ihn das nationale Hurrikanzentrum der USA als einfachen Tropensturm einstufte. Wie das Hurrikanzentrum (NHC) in Miami mitteilte, hatten die Böen nur noch Geschwindigkeiten von 95 Stundenkilometern, als sich "Dolly" nordwestlich der texanischen Grenzstadt Brownsville fortbewegte.

Im Norden des mexikanischen Bundesstaats Tamaulipas wurden nach Angaben des Gouverneurs Eugenio Hernandez 23.000 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht. Die 60 Kilometer südlich der South-Padre-Insel gelegene Grenzstadt Matamoros war laut Zivilschutz von Wassermassen überflutet.

Laut ersten Schätzungen des auf Risiko-Abschätzung spezialisierten Unternehmens AIR Worldwide könnten sich die durch "Dolly" verursachten Schäden in den USA auf 300 Millionen bis 1,2 Milliarden Dollar belaufen. In Mexiko schätzte die Firma die Schäden auf etwa ein Viertel dieser Summe.

(apa/red)

29.7.2008 15:50