Dienstag, 22. Juli 2008

Bergwerksdrama um 36 Kohlearbeiter:
In chinesischer Kohlegrube eingeschlossen

  • Insgesamt 20 Arbeiter wurden bereits gerettet
  • Chinas Bergwerke zählen zu gefährlichsten der Welt

Nach einem Wassereinbruch in einem chinesischen Kohlebergwerk sitzen 36 Arbeiter unter Tage fest. Insgesamt 56 Kumpel befanden sich nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua in dem Bergwerk in südlichen Region Guanxi, als plötzlich Wasser in den Schacht einbrach. Sieben Arbeiter konnten sich retten, Helfer befreiten 13 weitere.

Helfer konnten Kontakt mit zwölf der 36 unter Tage gefangenen Kumpel aufnehmen. Sie befänden sich rund 2.000 Meter vom Eingang zum Schacht entfernt und könnten sich aus Mangel an Sauerstoff vermutlich nicht aus eigener Kraft befreien, berichtete Xinhua.

China ist der weltgrößte Produzent und Konsument von Steinkohle. Chinas Bergwerke gelten als die gefährlichsten der Welt. Im vergangenen Jahr kamen bei Unfällen offiziellen Angaben zufolge 3.800 Menschen ums Leben. Unabhängige Arbeiterorganisationen sprechen von fast 20.000 Todesfällen pro Jahr. In jüngster Zeit greifen die Behörden jedoch verschärft gegen illegale oder unsichere Anlagen durch.

(apa/red)

22.7.2008 14:54