Montag, 21. Juli 2008

Unfassbare Bluttat: Frau soll Schwangeren das Kind aus dem Leib geschnitten haben

  • Hochschwangere aufgeschlitzt: Verdächtige gefasst
  • Amerikanerin gab im Spital Baby als ihr eigenes aus

In den USA ist es zu einer unfassbaren Bluttat gekommen: Eine Frau ist angeklagt worden, einer Hochschwangeren den Bauch aufgeschlitzt und ihr Baby aus dem Leib geschnitten zu haben. Der 38-Jährigen wird die Ermordung der Mutter und die Entführung des Babys zur Last gelegt. Die Verdächtige kam nach der Tat in eine Klinik in Pittsburgh und behauptete, es handle sich um ihr eigenes Kind.

Die 38-Jährige erklärte nach Behördenangaben, sie habe kürzlich eine Fehlgeburt erlitten, habe dies ihrer Mutter aber nicht mitteilen wollen. Deshalb habe sie sich für 1.000 Dollar (632 Euro) ein Baby gekauft. Mediziner bestätigten, dass die Frau nicht die Mutter des Kindes war, das noch seine Nabelschnur aufwies. Dem Säugling soll es einigermaßen gut gehen.

Leiche in Wohnung gefunden
Die Polizei war am in die Wohnung der 38-Jährigen gerufen worden, weil den Nachbarn übler Verwesungsgeruch aufgefallen war. Die Leiche der mutmaßlichen Mutter des Babys, eine hochschwangere 18-Jährige, wurde in der Wohnung der Festgenommenen gefunden.

Die Frau ist nach Medienberichten einschlägig vorbestraft. 1990 soll sie eine Mutter niedergestochen haben, um deren Kind zu stehlen. Von 1991 bis 1998 verbüßte sie eine Gefängnisstrafe und kam dann auf Bewährung frei.

Verbrechen keine Neuheit
Verbrechen dieser Art sind in den USA keine Neuheit. Erst kürzlich hatten zwei ganz ähnliche Fälle das Land erschüttert. In einem Fall hatte eine 23-Jährige in Kennewick (Bundesstaat Washington) die Notrufnummer gewählt und berichtet, sie habe auf einem Parkplatz in ihrem Auto ein Kind bekommen.

Die Feuerwehrleute fanden die Frau auf dem Fahrersitz ihres Wagens mit einer Nabelschnur in der Hand, auf dem Rücksitz lag der Säugling. Die Frau soll die Rettungskräfte immer wieder gefragt haben: "Geht es meinem Baby gut?" Kurz darauf entdeckte die Polizei in einem nahe gelegenen Park die Leiche einer Schwangeren: Ihre Hände und Füße waren mit einem Seil gefesselt - und im Bauch klaffte eine große Schnittwunde.

Bereits im April war eine 39-Jährige im Bundesstaat Missouri zum Tode verurteilt worden, weil sie eine Frau getötet und deren Baby aus dem Leib "gestohlen" hatte. Die Täterin hatte die 23-Jährige im Internet kennengelernt und unter dem Vorwand besucht, dass sie einen Hund von ihr kaufen wolle.

(apa/red)

21.7.2008 10:14