Helikopter sollen die Bergsteiger retten:
Müssen dafür aber 600 Meter absteigen
- Funkkontakt: Haben noch genügend Lebensmittel
- Dritter Bergsteiger ist vermutlich schon gestorben

Die am Nanga Parbat in Pakistan festsitzenden Südtiroler Bergsteiger sollen am Mittwoch mit einem Hubschrauber geborgen werden. Dazu müssen Simon Kehrer und Walter Nones aber erst weitere 600 Meter herabsteigen auf eine Höhe von etwa 6.000 Metern, wie eine Sprecherin ihrer Himalaya-Expedition mitteilte. Nebel hatte zuletzt den Abstieg der beiden weiter behindert.
Kehrer und Nones konnten aus einer Höhe von rund 7.000 Metern immerhin 400 Meter tiefer gelangen, wie Sprecherin Francesca Steffanoni erklärte. Wegen dichten Nebels hätten sie jedoch schließlich ihr Zelt für die Nacht aufschlagen müssen.
Steffanoni erklärte, die italienischen Organisatoren der Expedition hätten mit den beiden Bergsteigern per Funktelefon gesprochen. Sie seien bei klarem Bewusstsein und verfügten noch über Lebensmittel und Brennstoff. Sie müssten nun am Mittwoch rasch auf etwa 6.000 Meter herabsteigen, wo sie die Maschine aufnehmen soll. Wegen der dünnen Luft könnten Hubschrauber nicht höher fliegen.
Dritter Bergsteiger wohl tot
Die beiden Südtiroler sitzen seit Tagen im pakistanischen Himalaya fest. Der dritte Bergsteiger der Gruppe, der 37-jährige Karl Unterkircher, war vergangene Woche auf dem Weg zum 8.125 Meter hohen Nanga Parbat in eine Gletscherspalte gestürzt und gilt als tot. Rettungskräfte hatten Kehrer und Nones gesichtet und Lebensmittel sowie Funkgeräte abgeworfen.
Der Nanga Parbat, der neunt höchste Gipfel der Erde, gilt als besonders schwer zu bezwingender Berg. 1970 war dort Günther Messner, ein Bruder des Extrembergsteigers Reinhold Messner, tödlich verunglückt. Die Gruppe aus Südtirol wollte eine neue Route auf den Gipfel erkunden. (apa/red)
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