Politisches Urgestein sorgt für neuen Wind:
Comeback von Heide Schmidt für das LIF
- Hans Peter Haselsteiner wird Wirtschaftssprecher
- Partei versucht neuen Anlauf mit Gründungsfiguren

·Schmidt: Grande Dame kehrt zurück
Von der Politpension zur Schicksalswahl am 28. 9.
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Heide Schmidt kehrt auf die politische Bühne zurück: Die Gründerin des Liberalen Forums wird das LIF als Spitzenkandidatin in die Nationalratswahl am 28. September führen. Das haben die Liberalen bekanntgegeben. Zurückkehren wird auch ein weiteres liberales Urgestein: Der Bau-Unternehmer Hans Peter Haselsteiner soll Wirtschaftssprecher und Vorsitzender des Unterstützungskomitees werden.
Schmidt war 1993 aus der FPÖ ausgetreten und hatte gemeinsam mit vier weiteren freiheitlichen Abgeordneten das Liberale Forum gegründet. Nach anfänglichen Erfolgen waren die Liberalen aber 1999 wieder aus dem Parlament geflogen und Schmidt trat als Konsequenz daraus als Parteichefin zurück. Haselsteiner hatte im Parlament als stellvertretender Klubchef und Wirtschaftssprecher der Liberalen fungiert.
Dreier-Koalitionsspekulationen
Gleichzeitig mit der Bekanntgabe Schmidts als Spitzenkandidatin hat das LIF bereits mit einer eventuellen Regierungsbeteiligung in einer Dreier-Koalition spekuliert. Heute präsentierte man sich als einzige Alternative zu Partnern wie der FPÖ und dem BZÖ. Als Wahlkampfbudget gab Haselsteiner rund 1,5 Mio. Euro an. Er selbst will einen Teil der privaten Zuwendungen dafür übernehmen.
Schmidt hätte laut eigenen Angaben nicht daran geglaubt, noch einmal bei einer Wahl anzutreten. Was sie schließlich doch überzeugt hat, sei die derzeitige politische Situation gewesen, auch das Liberale Forum sieht im kommenden Urnengang im September eine Richtungswahl.
Für die LIF-Spitzenkandidatin schwingen bei ihrem Antreten auch Emotionen mit, sagte sie. "Es ist eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Wahl aus meiner Wahrnehmung." Beim LIF gibt es auch schon die ersten Wahlkampfthemen. So werde man der Teuerung den Kampf ansagen. Ansetzen wollen die Liberalen dabei in der Steuerpolitik.
Lobende Worte für Große Koalition
Trotz umfangreicher Kritik an der Großen Koalition fand Schmidt auch teilweise lobende Worte für die Regierungsarbeit. So habe man erstmals den erstarrten Bildungsbereich aufgebrochen, zum ersten Mal sei auch über die Mindestsicherung nachgedacht worden. Trotzdem bleibt sie dabei: "Das Resümee ist ein Scheitern."
(apa/red)
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