Salzburg lud zum Südosteuropa-Treffen: Regierungschefs im Herzen der Mozartstadt
- Premiers der Westbalkanländer folgten der Einladung
- Themen: Transportwirtschaft, Klima & Energiepolitik

Die Europäische Union ist für die Zukunft und Entwicklung des Westbalkan äußerst wichtig, so der einhellige Tenor beim Treffen von Regierungschefs aus Südosteuropa in Salzburg. "Wir haben die Chance, gemeinsam weiterzukommen", erklärte Bundeskanzler Gusenbauer als Gastgeber. Besonders in Fragen der Energiepolitik seien noch viele Chancen vorhanden, die es gemeinsam zu nützen gelte.
Fragen der Energie, des Klimawandels, die ökonomische Situation, die internationale wirtschaftliche Entwicklung sowie innerstaatliche Angelegenheiten standen laut Gusenbauer im Mittelpunkt des Treffens. Solche Herausforderungen machten an den Grenzen keinen Halt, weshalb grenzüberschreitend gearbeitet werden müsse.
Teilnehmerliste
An dem "Treffen für Stabilität in Südosteuropa im 21. Jahrhundert", das heuer zum siebenten Mal stattfand nahmen die Premiers von Serbien, Mirko Cvetkovic, Bosnien-Herzegowina, Nikola Spiric, Mazedonien, Nikola Gruevski, Montenegro, Milo Djukanovic sowie Albanien, Sali Berisha, und Moldawien, Zinaida Greceanii, teil. Der Regierungschef von Rumänien, Calin Popescu Tariceanu, musste seine Teilnahme wegen des Hochwassers in seiner Heimat absagen. Ferngeblieben war auch der kroatische Ministerpräsident Ivo Sanader.
Pro-Europäische Ausrichtung
Besonders erfreut zeigte sich Gusenbauer von der pro-europäischen Ausrichtung der neuen serbischen Regierung und der Verhaftung des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Radovan Karadzic, dem früheren Führer der bosnischen Serben. Die EU müsse nun auch ihren Beitrag leisten und positiv auf solche Entwicklungen reagieren.
Die Festnahme der zwei noch flüchtigen Angeklagten des UNO-Kriegsverbrechertribunals für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) ist nach Ansicht des serbischen Ministerpräsidenten Cvetkovic "nur noch eine technische Frage": "Dies ist keine Frage des politischen Willens mehr", präzisierte der Premier am Rande des Salzburger Treffens.
(apa/red)
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