Keine Entwarnung für kleinen Ort Radmer:
Nach Murenabgang Steinlawine befürchtet
- Sicherungsarbeiten sind wegen Regen nicht möglich
- Mehrere Familien mussten ihre Häuser verlassen
·Unwetter: Steirischer Ort ist abgeschnitten!
Radmer: Einzige Straße nach draußen ist vermurt
·BILDER: Radmer von Muren total verwüstet
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haftet für Schäden?
Hausbesitzer, Baufirmen oder Gemeinde zuständig

Der kleine Ort Radmer im obersteirischen Gesäuse kommt nicht zur Ruhe: Nach einem Murenabgang und Überschwemmungen bedroht nun eine Steinlawine eine Siedlung in Hinterradmer. Diese bleibt bis auf weiteres evakuiert - ihre Rückkehr könnte erst in einigen Tagen möglich sein, weil das Wetter technische Sicherungsmaßnahmen verzögert.
Die 22 Bewohner der zehn Häuser haben bei Bekannten und Verwandten bzw. in einer Pension übernachten müssen. Das neuerliche Hochwasser am 24. Juli hatte, etwas abseits der Mure vom Wochenende, im Schüsserbach Gesteinsbrocken gelockert, darunter einen runden Fels von der Größe eines Einfamilienhauses. Sollte dieses Geschiebe in Bewegung geraten, ist die darunterliegende, etwa 300 Meter entfernte Siedlung akut gefährdet, hieß es von den Einsatzkräften.
Wie der Sprecher der Wildbachverbauung, Alfred Ellmer, sagte, müsse zuerst besseres Wetter und die Auftrocknung der Mure abgewartet werden, um technische Maßnahmen - etwa eine Sprengung des Felsblocks - zu ergreifen. Dies könne noch einige Tage dauern. Ellmer, ein Kollege, ein Geologe des Landes und ein Zivilingenieur waren aufgestiegen, um sich in dem vermurten Bachbett ein Bild von der Lage zu machen. Der Einsatz eines Hubschraubers sei wegen Nebels nicht möglich gewesen, erklärte der stellvertretende Bezirkshauptmann von Leoben, Wilhelm Edlinger.
Für die nicht direkt betroffenen Bewohner von Hinterradmer wurde von der Feuerwehr ein Shuttledienst eingerichtet, da die provisorische Straße nur mit Geländewagen passierbar war. Vizebürgermeister Ludwig Gottsbacher versuchte die Situation zu kalmieren: "Wenn wir das überstanden haben, ist eine Feier fix". Bis die Häuser wieder bewohnt werden könnten, gelte es zu "hoffen, nachdenken, warten, sudern und beten", meinte eine evakuierte Bewohnerin.
(apa/red)
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