Zerbricht die Familie am Inzest-Drama?
Frau von Josef F. aus der Klinik ausgezogen
- Anwalt bestätigt: Rosemarie F. lebt jetzt alleine
- Die übrigen Opfer sind auf einem "erfreulichen Weg"

·Einvernahme von Elisabeth F. beendet
Ergänzende Befragungen sind aber noch möglich
·Inzest-Fall: Kinder bekommen Unterricht
Verbesserter Zustand der 19-jährigen Tochter
·"Rosemarie F. eine anspruchslose Frau"
NEWS: Psychiater Haller über eine zerstörte Seele
·Kein TV-Auftritt von Elisabeth F. geplant
Opferanwalt widerspricht diesbezüglicher Meldung
·Kein Imageschaden für Land Österreich
Inzestfall für Deutsche kein Ansehensverlust
Im Amstettener Inzest-Fall ist die 69-jährige Ehefrau des Tatverdächtigen aus der gemeinsamen Unterkunft der Opfer im Landesklinikum Amstetten-Mauer ausgezogen. Auch Christoph Herbst, Anwalt der Opfer, bestätigt Medienberichte, wonach Rosemarie F. mittlerweile in einer Wohnung an einem geheimen Ort lebt. Isoliert von ihrer Tochter Elisabeth und ihren Enkelkindern.
Der Auszug der Ehefrau von Josef F. aus dem Landesklinikum Amstetten-Mauer war vor einigen Tagen erfolgt. Grund dafür war laut Herbst, dass die 69-Jährige "keine stationäre Behandlung mehr benötigt" habe. In das "Horror-Haus" in Amstetten wollte Rosemarie F. "natürlich" nicht zurück, so Herbst.
Laut der Tageszeitung "Österreich" soll es Spannungen zwischen Elisabeth, der Tochter, die jahrlang im Keller eingesperrt war, und der Mutter gegeben haben. Elisabeth soll verlangt haben, dass die Kinder, die von Rosemarie F. aufgezogen wurden, nicht mehr "Mama" zu der 69-Jährigen sagen. Bestätigungen von offizieller Seite gibt es dafür nicht. Tatsache ist, dass Rosemarie F. die Nervenklinik Mauer-Öhling verlassen hat. Finanziell ist es um sie sehr schlecht bestellt: Sie lebt derzeit von der Sozialhilfe.
Opfern geht es immer besser
Zum Zustand der im Landesklinikum Amstetten-Mauer verbliebenen Opfer meinte Herbst: "Es entwickelt sich gut und nimmt einen erfreulichen Weg". Die 19-jährige Tochter, über deren Einlieferung ins Krankenhaus Amstetten der Inzest-Fall ins Rollen geriet, mache stetig Fortschritte.
Am 27. April war in Amstetten bekanntgeworden, dass der 73-jährige Josef F. seine Tochter Elisabeth 24 Jahre lang in einem Verlies eingesperrt und sexuell missbraucht haben soll. Während der Gefangenschaft habe der Mann mit der heute 42-Jährigen sieben Kinder gezeugt. Eines von ihnen sei nach der Geburt gestorben, das tote Baby habe der 73-Jährige angeblich in einem Holzofen verbrannt. Josef F. war weitgehend geständig. Der Prozess gegen den Verdächtigen, der sich in Untersuchungshaft befindet, soll noch in diesem Jahr stattfinden.(apa/red)
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