Schwere Unwetter wüteten in Österreich: Steirischer Ort von Außenwelt abgeschnitten
- Radmer: Einziger Weg nach draußen vermurt - Bilder
- Landeshauptmann Voves besichtigt betroffenes Gebiet
·BILDER: Radmer von Muren total verwüstet
Schwere Unwetter: Kein Weg zur Außenwelt
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·Schwere Stürme: Wer
haftet für Schäden?
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Schwere Unwetter haben die obersteirische Ortschaft Radmer (Bezirk Leoben) vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten. Mehrere Murenabgänge und Hochwasser versperrten die einzige Verbindungsstraße aus dem Tal. Rund 750 Menschen saßen stundenlang - zum Teil ohne Wasser - wegen überschwemmter Straßen fest. Der Bezirkshauptmann konstatierte "enorme Schäden", Landeshauptmann Franz Voves machte sich selbst ein Bild von der Situation in dem kleinen Tal.
Rund zwei Meter hohe Geröllmassen, die der Regen von den Bergen mit ins Tal gerissen hatte, hatten die Verbindungsstraße L127 vom Ennstal ins Radmer-Tal zum Ort Radmer versperrt. Einsatzkräfte konnten nur über einen Notweg und ohne schweres Gerät in das von Überschwemmungen und Vermurungen betroffene Gebiet gelangen. Wie der Bezirkshauptmann von Leoben, Walter Kreuzwiesner, berichtete, waren die Einsatzkräfte erst bemüht, die Verbindungsstraße wieder frei zu räumen, da schweres Gerät benötigt wurde. Heruntergebrochene Felsblöcke mit bis zu fünf Kubikmetern Volumen können nur damit weggeschafft werden.
Wassermassen durch Gebäude geflossen
Laut Kreuzwiesner waren "enorme Schäden" entstanden. Bis zu sechs Häuser seien im Erdgeschoß komplett vermurt. Kleinere unbewohnte Nebengebäude seien vollständig weggerissen worden. Bürgermeister Siegfried Gallhofer zeigte sich von den Schäden in seiner Gemeinde betroffen: "Wir hatten schon einige Überschwemmungen, aber noch keine in dem Ausmaß", so das Gemeindeoberhaupt. "Drei Häuser sind besonders schwer betroffen. Da sind die Wassermassen durch die Gebäude geflossen," erklärte Gallhofer. Verletzte habe es glücklicherweise nicht gegeben.
Nachdem eine Fahrbahnseite der Verbindungsstraße L127 provisorisch freigegeben worden war, konnte schweres Gerät - darunter sechs Bagger - in das Tal gebracht werden. Dort waren rund 30 Helfer der Feuerwehr mit den Aufräumarbeiten beschäftigt, so die Landeswarnzentrale. Ein Einsatz des Bundesheeres, der zunächst überlegt worden war, erwies sich als nicht mehr notwendig. Landeshauptmann Franz Voves besichtigte das betroffene Gebiet: "Die Murenabgänge und Überschwemmungen in der Gemeinde Radmer hatten katastrophale Auswirkungen. Wir werden seitens des Landes Steiermark dafür sorgen, das die enormen Infrastrukturschäden an Häusern und Straßen so rasch wie möglich behoben werden können."
(apa/red)
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