Lange Blechlawine auf dem Tauerntunnel:
Urlauberwelle führt zu 20 Kilometern Stau
- Autofahrer mussten bis zu vier Stunden ausharren
- In Frankreich Autoschlangen über 200 Kilometer

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Eine gewaltige Urlauberwelle rollte Richtung Süden. Besonders betroffen war wieder die Tauernautobahn (A10), wo die Länge der Blechlawine bereits 20 Kilometer betrug, Wartezeiten bis zu vier Stunden mussten in Kauf genommen werden.
Ausgelöst wurde die Reisewelle unter anderem durch den Beginn der Sommerferien in fünf deutschen Bundesländern, im Großherzogtum Luxemburg sowie in einem Teil der Schweiz.
Pannenstreifen freilassen
Der Autofahrerclub appellierte an die Autofahrer, den Pannenstreifen unbedingt freizulassen: Oft sei ein Durchkommen selbst für Motorräder äußerst schwierig, Einsatzfahrzeuge hätten stellenweise keine Chance vorbeizufahren. Den Autofahrern wurde empfohlen, auf die ÖBB-Tauern-Schleuse zwischen Böckstein und Mallnitz auszuweichen, wo die Züge an den Reisetagen im Halbstundentakt verkehren. Pkw ohne Anhänger können auch auf die Katschberg Straße ausweichen.
Das lange Warte hatte seine Tücken: Laut ÖAMTC-Stauberater Roman Lugstein mussten vor allem hängengebliebene Pkw im Stau wieder flottgemacht werden.
Auch Gotthardtunnel betroffen
Durch den starken Ferienreiseverkehr bildete sich auch am Schweizer Gotthardtunnel Richtung Süden ein Stau von zehn Kilometern Länge, berichtete die dpa. Die Wartezeit betrug fast zweieinhalb Stunden, wie die Verkehrsbehörden mitteilten.
In Geduld üben mussten sich die Reisenden auch am Zoll bei Chiasso. Die Warteschlange vor der Grenze Italiens erstreckte sich teilweise auf einer Länge von fünf Kilometern. Auch auf der Ausweichstrecke auf der San-Bernardino-Route kam es zu Stockungen. In Richtung Norden standen die Fahrzeuge am Gotthard-Südportal in Airolo teiweise auf sechs Kilometern Länge.
Schrittempo in Frankreich
Auf Frankreichs Autobahnen stauten sich die Fahrzeugschlangen über mehr als 200 Kilometer. Das Nadelöhr befand sich wie in jedem Jahr nach Angaben der Verkehrswacht im Rhone-Tal, wo auf der Strecke an die Mittelmeerküste um Lyon stundenlang Schritttempo angesagt war. Auch in die Normandie und in Richtung Bordeaux ging es kilometerweit nur im Schritttempo voran. (apa/red)
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