Mittwoch, 16. Juli 2008

Pkw-Neuzulassungen sinken: Europäern ist die Lust auf ein neues Auto vergangen

  • Steigende Ölpreise drücken auf den Autoverkauf
  • Nur Österreich verzeichnet steigende Neuzulassungen

Die steigenden Ölpreise und die anziehende Inflation haben den Verbrauchern in Europa die Lust auf den Kauf eines neuen Autos genommen. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in den 27 EU-Staaten und den Efta-Ländern Norwegen, Island und Schweiz ist im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,9 Prozent auf 1,43 Mio. Fahrzeuge zurückgegangen, wie die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) am Mittwoch mitteilte. Nur in Österreich gehen die Uhren anders.

Der Konjunkturabschwung und die steigenden Treibstoffpreise haben in Österreich erstaunlich wenig Bremsspuren auf dem österreichischen Kfz-Markt hinterlassen. Im ersten Halbjahr 2008 sind insgesamt 233.398 Kraftfahrzeuge neu zum Verkehr zugelassen worden - um 3,2 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Der Pkw-Markt legte um 2,5 Prozent (4.087 Fahrzeuge) zu, die Zahl der neu zugelassenen Lkw stieg laut Statistik Austria um 13,1 Prozent an. Die Vorziehkäufe wegen der höheren Normverbrauchsabgabe (NoVA) kurbelten den Markt zusätzlich an.

VW bleibt an der Spitze
Insgesamt seien im Juni 46.980 Kraftfahrzeuge zugelassen worden, teilte die Statistik Austria am Freitag mit. Bedingt durch die neuen Verbrauchs- und Abgasvorschriften (NoVA neu, CO2-Bonus- und Malussystem sowie NOx-Bonus) per 1. Juli 2008 nahm die Zahl der Personenkraftwagen mit insgesamt 34.713 Stück um 10,8 Prozent (plus 3.389 Stück) zu.

VW sei im ersten Halbjahr mit einem Anteil von 15,6 Prozent, gemessen an allen Pkw-Neuzulassungen, weiterhin an der Spitze gestanden. Die führende Position konnte gehalten werden, doch die Neuzulassungen verringerten sich leicht um 0,9 Prozent. (apa/red)

16.7.2008 08:53