Gigantische Schlucht am Mars entdeckt:
Kamera liefert Hinweis auf frühere Quellen
- Kasei-Grabensystem erstreckt sich über 3.000 km
- Gelungene Aufnahmen der ESA-Sonde 'Mars Express'
·Europa emanzipiert sich von der NASA
Visionen der ESA seien anders als jene Amerikas
·Phoenix-Roboterarm berührt erstmals Mars
Suche nach Spuren von Wasser und Lebewesen
·BILDER: So sieht es am Roten Planeten aus
Marssonde "Phoenix" sendet erste Eindrücke

Die Stereokamera der europäischen Raumsonde "Mars Express" hat Detailbilder einer gigantischen Schlucht auf dem Roten Planeten geliefert. Die Echus-Schlucht gelte als eines der größten Quellgebiete für ehemals vorhandenes Wasser auf dem Mars, teilte die europäische Raumfahrtbehörde ESA in Paris mit.
Von der Schlucht am Marsäquator erstrecke sich das Kasei-Grabensystem 3.000 Kilometer weit nordwärts. In der Fachwelt sei allerdings umstritten, ob das Grabensystem durch Niederschlag, Grundwasserquellen oder Magmaflüsse auf der Oberfläche entstanden sei, berichtete die ESA.
Die Bilder der deutschen "High Resolution Stereo Camera" (HRSC; hochauflösende Stereokamera) zeigen noch 17 Meter große Details auf der Marsoberfläche. Die benötigten Daten waren bereits im September 2005 gewonnen worden, wurden aber erst jetzt veröffentlicht.
(apa/red)
