Wirtschaft wächst in Österreich zögerlich: Nur 3,1 Prozent reales Wachstum im Vorjahr
- Drei Zehntel niedriger ausgefallen als bisher erwartet
- Nominelles Wachstum gleich hoch wie 2006 gebleiben

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Die österreichische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um real 3,1 Prozent gewachsen und hat sich damit nicht ganz so stark entwickelt, wie die Wirtschaftsforschungsinstitute bisher angenommen haben. Wifo und IHS hatten bisher mit einem realen Wachstum von 3,4 Prozent gerechnet. Treiber des Wachstums war erneut der Export.
Nach den veröffentlichten amtlichen Zahlen der Statistik Austria ist das reale Wachstum 2007 mit 3,1 Prozent um drei Zehntel niedriger ausgefallen als bisher angenommen bzw. als 2006. Das nominelle (nicht inflationsbereinigte) Wachstum fiel 2007 mit 5,3 Prozent gleich hoch aus wie 2006.
Starkes Wachstum der Realgüter
Die Sachgüterproduktion sei im vergangenen Jahr mit real 5,5 Prozent "sehr stark gewachsen, aber nicht so stark wie ursprünglich angenommen", so Ursula Havel von der Statistik Austria zur APA. Außerdem hätten sich einige finanzielle Dienstleistungsbereiche wie Banken und Versicherungen etwas schwächer entwickelt.
Der produzierende Bereich legte nach den nun veröffentlichten Daten mit 4,3 Prozent real zu, der Dienstleistungssektor wuchs um 2,5 Prozent real. Wachstumsmotor war erneut der Export. Wie schon in den Jahren zuvor wuchsen die Exporte von Waren und Dienstleistungen mit nominell +10,8 Prozent und real 8,8 Prozent.
Wacshtum der Bruttoanlageinvestitione
Auch die Bruttoanlageinvestitionen wuchsen gegenüber dem Vorjahr stark, nämlich real um 4,7 Prozent. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte nahmen dagegen nur um nominell 3,1 und real +0,9 Prozent zu.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2007 zu laufenden Preisen um 13,5 Mrd. Euro auf rund 270,8 Mrd. Euro angestiegen. Das BIP pro Einwohner betrug 32.570 Euro (+4,8 Prozent).
(apa/red)
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