Belgier nehmen einen kräftigen Schluck: Brauriese InBev kauft Anheuser-Busch
- Durch Übernahme entsteht weltgrößter Braukonzern
- Kaufpreis liegt bei etwa 52 Milliarden Dollar

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Der US-Bierkonzern Anheuser-Busch hat seiner Übernahme durch den belgischen Brauriesen InBev zugestimmt. Dies teilte das belgische Unternehmen mit. Beide Unternehmen hätten sich auf einen Kaufpreis von rund 52 Milliarden Dollar (32,8 Mrd. Euro) geeinigt, hieß es. Durch die Übernahme entsteht Angaben von InBev zufolge der weltgrößte Braukonzern.
Die Aktionäre und die Wettbewerbsbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen. Die Führung von Anheuser-Busch hatte sich gegen die Übernahme lange - auch gerichtlich - gewehrt und das Angebot von InBev von zunächst 65 Dollar je Aktie als zu niedrig bezeichnet. Erst am Freitag hatte InBev dann Berichten zufolge das Offert auf 70 Dollar je Aktie erhöht. Das neue Unternehmen soll Anheuser-Busch InBev heißen.
Der Traditionskonzern Anheuser-Busch kontrolliert vor allem mit seinen US-Marken "Budweiser" und "Bud light" rund die Hälfte des amerikanischen Biermarktes. InBev rangiert mit Marken wie "Beck's" oder "Stella Artois" hinter dem bisherigen Branchenführer SABMiller aus Großbritannien.
InBev und Anheuser-Busch haben zusammen nach Zahlen von 2007 einen Umsatz von 36,4 Milliarden Dollar und eine Produktion von 460 Millionen Hektolitern. Den beiden Brauriesen gehören insgesamt rund 300 Getränkemarken in aller Welt.
Der Übernahmekampf zwischen dem europäischen InBev-Konzern und Anheuser-Busch hatte in Teilen der US-Bevölkerung eine Welle der Empörung aus. Amerikanische Politiker kritisierten das Vorhaben massiv und forderten eine nationale Lösung. (apa/red)

