2007 über 26 Millionen Besucher im Land: Tourismus in China erlebt rapides Wachstum
- Olympische Spiele sollen noch mehr Impulse bringen
- Auch Chinesen sind von Jahr zu Jahr reisefreudiger

Der Tourismus im bevölkerungsreichsten Land der Welt wächst seit den 1970er Jahren rapide. 1978 machten die Deviseneinnahmen aus dem internationalen Tourismus in China lediglich 2,63 Mrd. US-Dollar (aktuell 1,67 Mrd. Euro) aus. Im Vorjahr waren es bereits rund 41,9 (2006: 33,9) Mrd. US-Dollar. Die Reform- und Öffnungspolitik nach dem Tod Mao Zedongs hat diese Entwicklung möglich gemacht. Die Olympischen Spiele sollen zusätzliche Impulse bringen.
Bis 2010 will China die Deviseneinnahmen aus dem internationalen Tourismus auf 53 Mrd. US-Dollar steigern, so eine Information des chinesischen Fremdenverkehrsamts. China könnte dann den 3. Rang der Statistik der Welttourismusorganisation belegen. 2006 rangierte das asiatische Land auf dem 5. Platz in punkto Deviseneinnahmen.
Insgesamt besuchten 2007 mehr als 26,1 (2006: 22,21) Mio. Ausländer China - 63.300 (61.498) kamen laut Fremdenverkehrsamt aus Österreich. Die Zahl der Einreisenden (inklusive der Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau sowie Taiwan) machte 2006 knapp 125 Mio. Menschen aus.
China für Österreicher kein populäres Ziel
China ist bei den Österreichern Zahlen der Statistik Austria zufolge kein populäres Reiseland. Insgesamt gingen 0,2 Prozent aller Urlaubsreisen im Vorjahr in das asiatische Land. Zum Vergleich: 21 Prozent der rund 15,68 Mio. Urlaubsreisen, die 2007 von Personen ab 15 Jahren durchgeführt wurden, gingen nach Italien. Als Ziel für Geschäftsreisen dürfte China aber beliebter sein: Im Vorjahr gingen 1,7 Prozent aller Firmenreisen von Österreich aus nach China.
Auch bei den Chinesen dürfte Österreich als Reiseziel nicht sonderlich beliebt sein. Im Vorjahr besuchten 171.123 Chinesen die Alpenrepublik, was einem Minus von 3,1 Prozent gegenüber 2006 entspricht, so eine Information der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Insgesamt belief sich die Zahl der chinesischen Gesamtauslandsreisenden im Jahr 2007 auf 40,95 Millionen, so das chinesische Fremdenverkehrsamt.
Chinesen kommen nach Tirol oder Wien
Die meisten Ankünfte (63.003) verzeichnete laut Statistik Austria das Bundesland Tirol, an zweiter Stelle lag Wien mit 42.551 Ankünften. Insgesamt verzeichnete die Statistik Austria im Vorjahr 245.126 Übernachtungen von chinesischen Touristen. Im Durchschnitt blieb der chinesische Gast lediglich 1,4 Nächte in Österreich.
Die Zahl jener Chinesen, die in der Welt herumreisen, nimmt laut chinesischem Fremdenverkehrsamt jährlich zu. 2007 wurde ein Anstieg von 18,6 Prozent gegenüber 2006 verzeichnet. Eine Reise ist allerdings nur mit der Genehmigung der chinesischen Regierung möglich. Derzeit sei eine Auslandsreise in 91 Länder beziehungsweise Gebiete möglich, so das Fremdenverkehrsamt.
(apa/red)