Warenverkehr steigt um mehr als 150%:
China wichtiger Handelspartner für die EU
- Luft- und Kraftfahrzeuge bedeutendste EU-Exporte
- Volksrepublik ist 16. wichtigster Markt für Österreich

Die Volksrepublik China ist für Österreich und die EU ein wichtiger Handelspartner. Für Österreich ist der asiatische Staat der 16. wichtigste Exportmarkt weltweit. Nach den USA ist China der zweitgrößte Absatzmarkt in Übersee. Seit 2003 ist China hinter den USA auch der zweitbedeutendste Handelspartner der EU.
2007 konnte Österreich die Exporte nach China um ein Drittel auf rund 1,64 Mrd. Euro steigern. Die Importe aus China legten um mehr als 21 Prozent zu und machten 4,58 Mrd. Euro aus. Das Handelsbilanzdefizit ist 2007 nach Zahlen der Statistik Austria um 15,8 Prozent auf 2,94 Mrd. Euro gewachsen.
Die meisten Exporte aus Österreich gingen laut chinesischer Statistik nach Shanghai (406 Mio. US-Dollar, aktuell 256 Mio. Euro). An zweiter Stelle liegt Peking (387,8 Mio. US-Dollar), gefolgt von der Provinz Jiangsu, die sich im Osten des Landes befindet (355,9 Mio. US-Dollar).
Schwerindustrie aus Österreich
Ausgeführt werden vor allem Maschinen, Maschinenteile, Industrieanlagen und Fahrzeuge. Anlagen für die Eisen- und Stahlerzeugung, Metallurgie, Papierherstellung, Kunststoffverarbeitung, Holzbearbeitung, Energieerzeugung und Umweltschutz bilden laut Wirtschaftskammer dabei den Schwerpunkt.
Aus China importiert Österreich überwiegend elektronische Geräte, Bekleidung und Textilien, Spielwaren, Lampen, Schuhe und Lederwaren sowie anorganische Chemikalien.
Laut den jüngsten Daten der EU-Statistik-Behörde Eurostat stieg der Warenverkehr zwischen der EU27 und China in den Jahren 2000 und 2006 um mehr als 150 Prozent. Der Wert der Ausfuhren erhöhte sich von 26 auf knapp 64 Mrd. Euro und die chinesischen Importe legen von 75 auf rund 195 Mrd. Euro zu. Das Handelsbilanzdefizit erhöhte sich demnach von 49 Mrd. Euro im Jahr 2000 auf 131 Mrd. Euro im Jahr 2006.
Deutschland größter Exporteur
Von den EU-Mitgliedsstaaten war Deutschland laut Eurostat 2006 mit Abstand der größte Exporteur nach China (27 Mrd. Euro oder 43 Prozent der Gesamtausfuhren), gefolgt von Frankreich (8 Mrd. oder 13 Prozent) und Italien (6 Mrd. oder 9 Prozent). Der wichtigste Importeur innerhalb der EU war ebenfalls Deutschland (43 Mrd. oder 22 Prozent), vor den Niederlanden (31 Mrd. Euro oder 16 Prozent) und Großbritannien (29 Mrd. oder 15 Prozent).
Werden die Produktgruppen aufgeschlüsselt, zeigt sich, dass Luft-und Kraftfahrzeuge die wichtigsten Exporterzeugnisse der EU27 waren, so Eurostat. Die bedeutendsten Importerzeugnisse aus China waren Computer und Teile davon, Handy-Geräte und digitale Kameras.
(apa/red)