Heimspiel für zwei deutsche Autobauer:
BMW und Mercedes im Hockenheim-Duell
- McLaren-Mercedes will mit Sieg in die 2. Saisonhälfte
- Heidfeld muss BMW-Startplatz für 2009 verteidigen

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BILDER: Das war das F1-
Rennen von Silverstone
Für BMW und Mercedes geht es beim Heimrennen in Hockenheim um mehr als Punkte. Beim Formel-1-Grand-Prix von Deutschland steht für die beiden großen Automobilkonzerne am Wochenende auch viel Prestige auf dem Spiel. "McLaren-Mercedes ist kein Wettbewerber wie jeder andere, es existiert eine gesunde Rivalität", meinte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen, der versicherte, dass sein Unternehmen die Konkurrenz von Mercedes in der Formel 1 und im Automobilmarkt schätze.
Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ließ keinen Zweifel daran, dass die derzeit als Dritter noch hinter BMW und Ferrari liegenden Silberpfeile am Saisonende in der Konstrukteurs-WM ganz vorne landen wollen. "Wir wollen Erster werden, das sind wir augenblicklich vor Hockenheim in der Fahrerwertung und das möchten wir nach 18 Rennen in beiden Wertungen sein."
McLaren möchte auch zweite Saisonhälfte mit Sieg starten
Den bisherigen Saisonverlauf zugrunde gelegt, scheinen die Silbernen gegenüber den Weiß-Blauen einen kleinen Vorteil zu haben. Vizeweltmeister Lewis Hamilton triumphierte bisher schon dreimal, Robert Kubica glückte beim Doppelerfolg in Montreal vor Teamkollege Nick Heidfeld der erste Grand-Prix-Sieg für BMW-Sauber.
"Vielleicht sind wir jetzt Favorit für viele", räumte auch Haug nach Hamiltons Galafahrt im Regenchaos von Silverstone ein. McLaren-Mercedes wolle in die zweite Saisonhälfte möglichst so starten wie in die erste: "Mit einem Sieg." Sein Münchner Kollege versprach, das Team werde "alles daran setzen, auch in Hockenheim das Maximum zu erreichen". Heidfelds glänzender zweiter Platz in Großbritannien hat die Zuversicht gestärkt, erneut auf dem Podium zu landen.
Heidfeld nur "Übergangslösung" für Alonso?
Zugleich hat der 31-Jährige mit dieser beeindruckenden Vorstellung beste Eigenwerbung für eine Fortsetzung der Partnerschaft betrieben. Heidfeld muss sich nach einem längeren Hänger gewaltig steigern, um auch 2009 bei BMW-Sauber im Cockpit sitzen zu dürfen. Heikki Kovalainen, Nummer 2 bei McLaren-Mercedes, muss sich anscheinend weniger Sorgen machen. Haug bestritt, dass der als Nachfolger des zu Renault zurückgekehrten Doppel-Champions Fernando Alonso verpflichtete Finne nur eine "Übergangslösung" und Platzhalter für Wunschkandidat Nico Rosberg ist.
Für strahlende Gesichter bei McLaren-Mercedes hat Hamilton zuletzt erneut mit seinem Glanzsieg beim prestigeträchtigen zweiten Heimrennen der britisch-deutschen Kombination in Silverstone gesorgt. Der Ausnahmekönner hat sich damit vor den beiden punktgleichen Ferrari-Rivalen Felipe Massa und Titelverteidiger Kimi Räikkönen (alle 48) an die WM-Spitze gesetzt. Kubica liegt hinter diesem Trio mit nur zwei Zählern Rückstand aussichtsreich in Lauerstellung. Aber selbst Theissen scheint nicht ernsthaft mit dem Titel zu rechnen: "Wir müssen realistisch bleiben."
(apa/red)
