Noch weitere Dopingfälle im Saunier-Team?
Gesamtes Team hat Tour bereits verlassen
- Ricco nach Untersuchungshaft wieder zurück in Italien
- Piepoli unter Verdacht der Ethik-Code-Verletzung

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Nach Informationen der französischen Sportzeitung "L'Equipe" ist "noch mindestens ein weiterer Fahrer des Saunier-Duval-Teams" positiv auf das neue Präparat CERA getestet worden. Darüber berichtete die Zeitung, die im Verlag des Tour-Veranstalters A.S.O. erscheint. Der Saunier-Duval-Kapitän und zweifache Etappensieger Riccardo Ricco (Italien) war der dritte bekanntgewordene Dopingfall der 95. Tour de France.
Sein gesamtes Team - zuletzt hatten die Leonardo Piepoli und Juan Jose Cobo Acebo auf der Pyrenäen-Etappe in Hautacam einen aufsehenerregenden Doppelerfolg gefeiert - verließ bereits die Tour.
Ricco war auf das Blutdopingmittel CERA, einem EPO-Nachfolge-Produkt der dritten Generation, das unter dem Namen Micera auf dem Markt ist, positiv getestet worden. Der heurige Giro-Zweite Ricco wurde vor kurz vor Start der 12. Etappe von der Polizei festgenommen und befand sich danach in Mirepoix in Untersuchungshaft. Er wurde vom Staatsanwalt in Foix einvernommen. Dem Italiener droht laut "L'Equipe" eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren wegen des Besitzes und der Einnahme verbotener Medikamente. Mittlerweile ist Ricco in seine Heimat Italien zurückgekehrt.
Ricco und Piepoli entlassen
Mittlerweile hat das spanische Rad-Team Saunier-Duval die zwei Fahrer Riccardo Ricco und Leonardo Piepoli entlassen. Ricco war nach der vierten Etappe der Tour de France positiv auf EPO getestet worden, Piepoli, Etappensieger in Hautacam, werde ebenfalls die Verletzung des Ethik-Codes vorgeworfen, erklärte Team-Manager Mauro Gianetti, der teaminterne Untersuchungen durchgeführt hatte.
(apa/red)
