Britischer Premierminister im Nahen Osten:
Gordon Brown fordert Israel-Siedlungsstopp
- Traf sich mit Präsidenten von Israel und Palästina
- Regierungschef verspricht Finanzilfe von 60 Mio. $

Bei seinem ersten Nahostbesuch seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr hat der britische Premierminister Brown die Forderung nach einem israelischen Siedlungsstopp bekräftigt. Nach einem Treffen mit dem palästinensischen Präsidenten Abbas in Bethlehem sagte Brown zudem, die Gewalt in der Region müsse aufhören.
"Wir haben ein klares Ziel vor Augen: einen Frieden, der auf den Grenzen von 1967 beruht, mit einem lebensfähigen Palästinenserstaat an der Seite eines sicheren Israels mit Jerusalem als Hauptstadt beider Staaten", sagte Brown, der zuvor mit dem israelischen Staatspräsidenten Peres zusammengetroffen war.
In Bethlehem sagte Brown, Großbritannien wolle das Training palästinensischer Polizeikräfte ausweiten. Sicherheit sei in der Region von zentraler Bedeutung, sagte der Premierminister. Er betonte jedoch gleichzeitig, die Palästinenser müssten auch "echte Veränderungen in ihrem täglichen Leben sehen, und das bedeutet Jobs, Wohnungen und grundlegende Dienstleistungen".
Finanzspritze für Palästinenser
Brown versprach eine zusätzliche Finanzhilfe von 60 Millionen Dollar (37,9 Mio. Euro) für die Palästinenser, die Hälfte davon solle direkt in den Haushalt fließen. Damit belaufe sich die Unterstützung Großbritanniens in diesem Jahr auf 175 Millionen Dollar. Insgesamt sind in den drei Jahren bis 2011 Finanzhilfen in Höhe von 500 Millionen Dollar zugesagt worden. Fortschritte im wirtschaftlichen Bereich könnten auch "den Friedensprozess zum Blühen bringen", erklärte Brown.
Abbas äußerte die Hoffnung, dass Israel und die Palästinenser bis zum Ende des Jahres eine Friedensvereinbarung aushandeln könnten. Beide Seiten seien ernsthaft bemüht, die Kernprobleme in der Region zu lösen. "Es gibt noch viele Hindernisse, aber ich hoffe, wir können sie beseitigen", sagte Abbas. (apa/red)
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