Erster Kontakt mit Alpinisten in Bergnot:
Rettungsaktion am Himalaya schreitet voran
- Morgen früh wollen Männer mit dem Abstieg beginnen
- Schlechtes Wetter behindert weiter Bergungsaktion

Den am Nanga Parbat im Himalaya in Not geratenen beiden Bergsteigern geht es gut. Das sagten Simon Kehrer und Walter Nones dem Rettungsteam über das Satellitentelefon, das am Vortag bei ihnen abgeworfen worden war. "Wir sind am oberen Punkt des Buhl-Weges und beginnen morgen früh den Abstieg", erklärten die Bergsteiger gestern, wie italienische Medien berichteten.
"Es geht uns gut, und wir haben die Skier dabei", teilten sie noch mit. Kehrer und Nones waren bei der Besteigung des Nanga Parbat von schlechtem Wetter überrascht worden, als sie den 8.125 Meter hohen Berg über die noch nicht bestiegene Rakhiot-Wand erklimmen wollten.
Behinderung der Rettungsaktion
Tief hängende Wolken und starker Regen hatten zunächst eine Fortsetzung der Rettungsoperation für die beiden am Nanga Parbat festsitzenden Südtiroler Bergsteiger zunächst verhindert. Zudem hatten die Retter im tiefer liegenden Basis-Lager den Sichtkontakt zu den Männern in rund 7.000 Metern Höhe verloren. "Die beiden könnten versuchen, auf die andere Seite des Berges zu steigen, um eine bekannte und relativ sichere Route für den Abstieg zu erreichen", sagte der Sprecher des pakistanischen Tour-Anbieters Hushe Treks and Tours, Rashid Ahmad.
Die Männer waren bei der Besteigung des Nanga Parbat von schlechtem Wetter überrascht worden. Regen hatte Geröll auf ihren Pfad geschwemmt und so den Rückweg zum Basis-Lager blockiert. Für den dritten Bergsteiger der Gruppe - den Südtiroler Karl Unterkircher, der am Dienstag in eine Felsspalte gestürzt war - bestehe keine Hoffnung mehr, hatte Ahmad am Freitag gesagt. Die von Unterkircher geleitete Gruppe wollte den 8.125 Meter hohen Nanga Parbat über die noch nicht bestiegene Rakhiot-Eiswand erklimmen.
(apa/red)
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