Drama auf 7.000 m Höhe nimmt kein Ende:
Bergsteiger-Rettung erneut fehlgeschlagen
- Kein Kontakt zu Südtirolern auf dem Nanga Parbat
- Zumindest Lebensmittel & Sat-Telefon abgeworfen

Die beiden am Nanga Parbat auf rund 7.000 Meter Höhe festsitzenden Südtiroler Bergsteiger müssen eine weitere Nacht in Ungewissheit im Himalaya verbringen. Nach zwei Hubschrauberflügen wurde die Rettungsoperation erfolglos abgebrochen. Für heute seien mindestens zwei weitere Flüge geplant, hieß es aus der pakistanischen Armee.
Nach einem ersten gescheiterten Versuch seien Lebensmittel und ein Satellitentelefon in der Nähe der Bergsteiger Simon Kehrer und Walter None abgeworfen worden, sagte der Sprecher der italienischen Botschaft in Pakistan, Sergio Oddo. Es sei aber nicht gelungen, Kontakt zu den Männern aufzunehmen.
Schlechtwetter großes Hindernis
Agostino Da Polenza, der die Rettungsaktion von Italien aus koordiniert, sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa: "Da im Moment das Satellitentelefon, das wir aus dem Hubschrauber abgeworfen haben, nicht funktioniert, werden wir versuchen, noch einmal Blickkontakt herzustellen." Schlechtes Wetter verhinderte aber einen geplanten dritten Hubschrauberflug.
Keine Hoffnung für Unterkircher
Am Freitag war der erste Bergungsversuch mit Hubschraubern wegen schlechten Wetters im pakistanischen Himalaya-Gebiet abgebrochen worden. Für den dritten Bergsteiger der Gruppe - den Südtiroler Karl Unterkircher, der in eine Felsspalte gestürzt war - bestehe keine Hoffnung mehr, hatte Ahmad bereits am Freitag gesagt. (apa/red)
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