Seebeben erschüttert Ferieninsel Rhodos: Erdstoß forderte bereits ein Menschenleben
- Frau flüchtete und stürzte auf Treppe ihres Hauses
- Tausende Touristen und Einwohner auf den Straßen

Ein starkes Seebeben hat die griechische Urlauberinsel Rhodos erschüttert. Dabei starb nach Behördenangaben eine Frau, als sie aus ihrem Haus flüchten wollte. Die 56-Jährige sei in ihrem Haus im Dorf Archangelos die Treppen heruntergestürzt. Griechischen Fernsehberichten zufolge hielt sie zum Zeitpunkt des Unglücks ihre zweijährige Enkelin in den Armen. Das Mädchen sei aber unverletzt geblieben. Überall auf der auch von vielen Deutschen besuchten Insel erzitterten Häuser, Hotelgäste mussten ihre Unterkünfte verlassen. Ausläufer des Bebens waren bis nach Kreta zu spüren.
Das Beben der Stärke 6,3 ereignete sich am Morgen um 6.26 Uhr. Sein Epizentrum lag etwa 450 Kilometer südöstlich von Athen vor der Südküste von Rhodos. Unter anderem musste laut Fernsehberichten ein Hotel in dem Dorf Neochori evakuiert werden, in dem nach dem Beben Risse an Wänden entdeckt wurden. Die Behörden gaben schnell nach dem Erdstoß Entwarnung. "Ich glaube nicht, dass es noch Nachbeben geben wird", sagte der Vize-Bürgermeister der Stadt Rhodos, Yiannis Yiannakidis. "Die Menschen gehen schon wieder normal zur Arbeit", fügte er hinzu.
Die meisten Erdbeben in Griechenland
Griechenland ist das europäische Land mit den meisten Erdbeben, die Hälfte aller Beben des Kontinents ereignet sich dort. Anfang Juni waren bei einem Erdstoß der Stärke 6,5 zwei Menschen im nördlichen Peloponnes ums Leben gekommen, 140 weitere wurden verletzt. 1999 starben bei einem schweren Beben nordwestlich von Athen 143 Menschen.
Beliebtes Ferienziel
Einen Schreck dürften sich auch zahlreiche österreichische Touristen geholt haben: Allein beim einem der größten Reiseveranstalter, TUI Österreich, haben rund 3.000 Gäste ihren Urlaub in der Region gebucht. Verletzt wurde nach Angaben der Veranstalter niemand, auch von den Urlaubshotels wurden keine Schäden gemeldet.
Der österreichische Verkehrsbüro sprach am Dienstag von rund 500 Touristen, die über das Unternehmen derzeit ihren Urlaub auf Rhodos verbringen würden. "Insgesamt besuchen etwa 70.000 Österreicher pro Jahr die Insel", erklärte ein Sprecher des Außenamtes in Wien.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
