Parade zum französischen Nationalfeiertag:
Gusenbauer nahm auf der Ehrentribüne Platz
- Frankreichs Präsident Sarkozy lud 43 Staatschefs ein
- Kein direkter Kontakt zwischen Israel und Syrien
·Brennende Autos vor dem Nationalfeiertag
In den Vororten von Paris
herrscht wieder Chaos
·Letzte Korrekturen der Mittelmeerunion
Israel als Stein des Anstoßes in der Erklärung

Bundeskanzler Gusenbauer hat auf Einladung des französischen Präsidenten Sarkozy von der Ehrentribüne am Place de la Concorde der traditionellen Militärparade zum Staatsfeiertag beigewohnt. Zur Zeremonie waren 43 Staats- und Regierungschefs eingeladen, die sich im Grand Palais an der Gründungssitzung der Mittelmeer-Union beteiligt hatten, doch nicht alle nahmen daran teil.
Auf der Ehrentribüne anwesend waren auch Israels Premier Olmert und Syriens Präsident Al-Assad, die allerdings jeden direkten Kontakt wohlweislich vermieden. Assads Anwesenheit erregte heftige Kritiken von Menschenrechtsorganisationen und der französischen Linksopposition. Empört zeigten sich auch ehemalige französische Blauhelme, für die die Anwesenheit Assads "eine Verletzung des Andenkens" an die 58 französischen UNO-Soldaten darstelle, die 1983 bei einem Anschlag in Beirut ums Leben kamen. Die Verantwortung für das Attentat wurde Damaskus angelastet.
Marsch über die Champs-Elysees
Bei der Parade zum Nationalfeiertag marschierten französische Truppen und internationale Blauhelm-Einheiten über die Champs-Elysees, während Fallschirmjäger über der Ehrentribüne absprangen. Anwesend waren auf der Ehrentribüne unter anderen auch die deutsche Kanzlerin Merkel, Italiens Ministerpräsident Berlusconi und sein spanischer Amtskollege Zapatero.
Zu Beginn der Veranstaltung fuhr Präsident Sarkozy in einem offenen Wagen vom Triumphbogen über die Champs-Elysees bis hinab zum Place de la Concorde. Anschließend verlas der französische Schauspieler algerischer Herkunft Kad Merad vor der Ehrentribüne Ausschnitte der Präambel der universellen Menschenrechtserklärung.
In der Nacht zum französischen Nationalfeiertag wurden laut französischem Innenministerium landesweit 297 Autos in Brand gesteckt und 121 Personen festgenommen. Die meisten Brandstiftungen wurden mit 211 ausgebrannten Fahrzeugen in der Pariser Region verzeichnet. Insgesamt wurden 72 Personen in Polizeigewahrsam genommen.
(apa/red)
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