Montag, 14. Juli 2008

Schwerer Verlust der NATO in Afghanistan: Taliban töten neun US-Soldaten in Konar

  • 24 Soldaten bei stundenlanger Offensive verletzt
  • Weiterem Anschlag fallen 24 Menschen zum Opfer

Bei einem Angriff der radikal-islamischen Taliban auf eine Stellung der NATO-geführten Internationalen Afghanistan-Schutztruppe sind in der Provinz Konar neun US-Soldaten getötet worden. Es waren die schwersten Verluste der ISAF bei einem Gefecht mit den Aufständischen im heurigen Jahr. Bei zwei Selbstmordanschlägen starben am Wochenende mindestens 28 Menschen.

Wie die ISAF weiter mitteilte, wurden bei dem Gefecht in Konar zudem 15 Soldaten der NATO-geführten Schutztruppe sowie neun Soldaten der afghanischen Armee verletzt. Die ISAF ging davon aus, dass die Aufständischen bei den mehrstündigen Kämpfen schwere Verluste erlitten haben. Die Rebellen hätten einen Außenposten der Truppen mit Panzerfäusten, Maschinengewehren und Mörsern angegriffen, teilte die Schutztruppe mit.

Selbstmordanschlag in Oruzgan
In der zentralafghanischen Provinz Oruzgan riss ein Selbstmordattentäter mindestens 24 Menschen mit sich in den Tod. Wie der Polizeichef der Provinz mitteilte, zündete der Attentäter seinen Sprengsatz auf einem belebten Markt. Die meisten der Opfer seien Geschäftsinhaber und Kinder, die auf dem Markt gearbeitet hätten. Auch vier Polizisten seien ums Leben gekommen. Bereits am Vortag waren bei einem Selbstmordanschlag in der Unruheprovinz Helmand im Süden des Landes zwei afghanische Soldaten, ein Kind sowie der jugendliche Attentäter umgekommen.
(apa/red)

14.7.2008 16:14