Sonntag, 20. Juli 2008

"Wer a sagt, muss auch b sagen können":
Dinkhauser ein möglicher Spitzenkandidat

  • Gespräche mit Unterstützern sind positiv verlaufen
  • Wahlkampf-Finanzierung muss noch geklärt werden

Der Tiroler ÖVP-Dissident Dinkhauser würde bei einer Nationalrats-Kandidatur seines Bürgerforums als Spitzenkandidat nach Wien gehen. "Das wäre die Konsequenz. Wenn man a sagt, muss man auch b sagen", sagte Dinkhauser. Er war zu Gesprächen mit möglichen Unterstützern in Wien. Diese seien positiv verlaufen, man habe sich inhaltlich sehr getroffen.

Geklärt werden muss unter anderem aber noch die Finanzierung der Kampagne - "in aller Bescheidenheit", wie Dinkhauser betont. Gesprochen hat Dinkhauser demnach mit der Ärzte-Gruppe "Die Weißen" und mit der Anti-EU-Initiative "Rettet Österreich". Beide Gruppen seien gerade dabei, Strukturen aufzubauen und müssten noch in ihren Gremien über das Ergebnis der Gespräche vom Wochenende beraten, sagte Dinkhauser. Formal würde das bedeuten, dass "Rettet Österreich" und "Die Weißen" als unabhängige Initaitiven weiterbestehen, aber sein Bürgerforum unterstützen und Kandidaten entsenden. Das Treffen sei sehr erfolgreich verlaufen und habe ihm Hoffnung gegeben, so der Tiroler.

Keinen Zweifel hegt Dinkhauser daran, dass sein Bürgerforum die für eine bundesweite Kandidatur nötigen Unterstützungserklärungen zusammenbekommt. "Ich habe in Tirol 1.000 geschafft und ich werde 2.600 österreichweit schaffen." Zu klären ist allerdings noch die Finanzierung, auch wenn Dinkhauser betont, "dass es ein Wahlkampf der Bürger, ein Wahlkampf des kleinen Budgets" werde. Dinkhauser würde sich dazu eine Haftungserklärung der Kandidaten wünschen, wie er es auch in Tirol gemacht habe.

Dinkhauser hofft nun auf die Unterstützung der Bevölkerung beim Sammeln der Unterschriften. "Ich bin guten Willens, es braucht aber nicht nur den Willen, sondern auch den Wunsch der Österreicher und die Unterstützung." (apa/red)

20.7.2008 17:11