Linksprojekt will bei Wahlen kanditieren:
Inhaltliche Fragen bleiben aber weiter offen
- Hürde der Unterschriften wird "locker" gemeistert
- Gegen Privatisierung und für eine starke Lohnpolitik

·Linksprojekt auf der Suche nach Partnern
Kommunistische Partei lässt Bündnis abblitzen
Vertreter des "Linksprojektes" haben grundsätzlich entschieden, eine Kandidatur bei der Nationalratswahl im Herbst anzustreben. Das erklärte Hermann Dworczak, Aktivist des österreichischen Sozialforums. Mehr als 100 Teilnehmer hätten an der zweiten bundesweiten Tagung des Linksprojektes teilgenommen.
87 Teilnehmer hatten sich für eine Kandidatur ausgesprochen, sieben waren dagegen und zwei enthielten sich ihrer Stimme, so Dworczak. Über einen Spitzenkandidaten gab es noch keine Entscheidung. Zunächst müsse das Inhaltliche und Organisatorische geklärt werden, sagte Dworczak. Die überwiegende Mehrheit der Tagungsteilnehmer sei jedenfalls der Meinung, dass man nicht nach den "ganz großen Superbekannten" Ausschau halten solle. Es gebe auch aus der Bewegung heraus den "einen oder anderen" möglichen Kandidaten.
Unterschriften kein Problem
Optimistisch äußerte sich Dworczak betreffend den für eine Kandidatur notwendigen 2.600 Unterstützungserklärungen: Der Tenor sei gewesen, man schaffe das "locker". Später wollte man noch über die Programmatik debattieren. Außerdem sollte überlegt werden, in welchen Bundesländern ein Antreten möglich ist. Grundsätzlich werde man sich gegen Privatisierung öffentlicher Dienste und für eine starke Lohnpolitik einsetzen. Man werde dann mit "10, 15, 20 Punkten" in den Wahlkampf ziehen, weitere Weichenstellungen werde es erst nach der Wahl im November geben.
(apa/red)
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