Van der Bellen widerspricht Parteikollegen
Pilz: Lust auf Schwarz-Grün ist "sehr groß"
- Programm der ÖVP muss sich dafür aber ändern
- Seitens der SPÖ herrscht schon lange "Funkstille"

·Abfuhr an VP: Grüne sind "nicht flirtbereit"
Pilz will Koalition aber nicht ganz ausschließen
·Manager wollen Schwarz-Grün haben
Wirtschaftsbosse setzen auf dieses Koalitionspaar
·Kleinparteien teilen sich bei Wahl 15 %
ÖVP laut Umfrage mit
28 Prozent vor der SPÖ
·Linksprojekt auf der Suche nach Partnern
Kommunistische Partei lässt Bündnis abblitzen
·Neuwahl: Hans-Peter Martin tritt nicht an
Fünf Kleinparteien wollen
Wahl-Alternativen sein
Nachdem der Grüne Sicherheitssprecher Pilz den "Flirtversuchen" der ÖVP eine Abfuhr erteilt hatte, schlägt Grünen-Chef Van der Bellen andere Töne an. In mehreren Interviews mit Zeitungen meinte der Bundessprecher, seine Lust auf ein schwarz-grünes Experiment sei "sehr groß". Zuletzt hatte ja ÖVP-Chef Molterer eine Zusammenarbeit mit den Grünen als sein Wunschszenario skizziert.
"Ich vermerke diese Avancen durchaus mit Wohlwollen", so Van der Bellen. Als Grund für seine Haltung gab er gegenüber den "Vorarlberger Nachrichten an", niemand könne sich eine Fortsetzung der Großen Koalition oder "gar eine Regierungsbeteiligung der Blauen mit einem Innenminister Strache wünschen". Schwarz-Grüne hätte gerade deshalb "ganz besonders" Charme, meinte er gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten". Voraussetzung sei freilich eine programmatische Änderung bei der Volkspartei, "gratis gibt es uns nicht".
Aber auch eine Zusammenarbeit mit der SPÖ sei denkbar, allerdings herrsche von dieser Seite seit Monaten "Funkstille", so Van der Bellen in den "VN". Darüber hinaus habe er mit dem neuen EU-Kurs der SPÖ ein "ernstes Problem". Den Leserbrief an die Krone, mit dem SP-Chef Faymann und Kanzler Gusenbauer ihren Schwenk verkündet hatten, sei "schwer erträglich", meinte der Grünen-Chef. (apa/red)
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