"Wählen mit 16" hat nicht viele Freunde: Nur 45 Prozent in news.at-Umfrage dafür
- 16-Jährige an den Wahlurnen nicht gern gesehen
- Mehrheit von 54 Prozent ist gegen neues Wahlrecht

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UMFRAGE: Stimmen Sie über das Wahlalter ab
Dass 16- und 17-Jährige erstmals bei einer Nationalratswahl ihre Stimmen abgeben dürfen, behagt den Österreichern scheinbar nur wenig. Zumindest ist dieser Trend aus einer Umfrage auf news.at herauszulesen: Darin sprachen sich rund 54 Prozent gegen das neue Wahlrecht aus, das die Stimmabgabe auch für diese Altersklasse ermöglicht.
2.285-mal wurde auf news.at über die Frage "Soll man bereits mit 16 Jahren wählen dürfen?" abgestimmt. Eine knappe Mehrheit von 54,2 Prozent (1.240 Stimmen) beantwortete diese Frage mit "Nein". Anscheinend traut die Mehrheit der news.at-User den Jugendlichen dieses Landes nicht zu, über Politik genügend informiert zu sein und die Tragweite einer Stimmabgabe bei einer Nationalratswahl einschätzen zu können.
Die restlichen 45 Prozent (1.045 Stimmen) wiederum finden, dass "Wählen mit 16" seine Berechtigung hat. Die Jugendlichen sollen auf das politische Geschehen in Österreich Einfluss nehmen und sich durch ihre Stimmabgabe Gehör verleihen, könnte der Grundtenor der Befürworter lauten.
Die Parteien jedenfalls planen einen "Werbe-Großangriff" auf die junge Wählerschaft. Von den 6,35 Millionen Wahlberechtigten fallen ja immerhin etwa 184.000 Jugendliche unter das neue Wahlrecht. Alle politischen Couleurs von SPÖ bis BZÖ haben jugendspezifische Punkte in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Die 16- und 17-jährigen Jungwähler sind eine interessante Zielgruppe, die es allemal zu umwerben gilt. Discos, Jugendzentren und andere Teenager-Treffpunkte werden bis zum Wahltermin am 28. September zu "primären Angriffsziele" der Wahlkampfstrategen. Schließlich könnte gerade die Jugend das Zünglein an der Waage sein, wenn es um Gewinner und Verlierer der Nationalratswahl 2008 geht.
(Jörg Tschürtz)
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