Wenn die Furcht ihre Klauen nicht lockert:
Ängstlichkeit ist ein langlebiges Phänomen
- Betroffene Kinder leiden später oft an Depressionen
- Überaktivierung des für Gefühle zuständigen Hirnteils
·NEWS LEBEN: Im Teufelskreis der Angst
Wenn der ganz normale Alltag zum Horrortrip wird
·Hungerhormon macht
uns zu Angsthaserln
Gherlin verwandelt uns auch in echte Miesmacher

Große Ängstlichkeit ist ein langlebiges Phänomen. Dass ängstliche Kinder im späteren Leben verstärkt zu Angststörungen oder Depressionen neigen, ist schon aus früheren Studien bekannt. Eine Hirnstudie an Rhesusaffen deutet nun darauf hin, dass diese Ängstlichkeit auf einer Überaktivierung der Amygdala beruht. Diese Hirnregion ist entscheidend für die Verarbeitung von Gefühlen wie etwa Furcht.
Untersuchungen per Positronen-Emissionstomographie zeigten, dass die Amygdala bei den besonders schüchternen Affen - im Gegensatz zu ihren selbstbewussteren Artgenossen - selbst dann besonders aktiv war, wenn es keine äußere Bedrohung gab. Bei bedrohlichen Situationen wie etwa dem Anblick eines Menschen fiel die Reaktion der Amygdala dann noch stärker aus, wie die Forscher der Universität von Wisconsin in Madison berichten.
Damit einher ging eine verstärkte Ausschüttung des Stresshormons Kortisol. Dass diese erhöhte Erregbarkeit ein dauerhaftes Phänomen ist, zeigte die Wiederholung des Experiments eineinhalb Jahre später. Dabei reagierten die vormals ängstlichen Tiere noch immer besonders angespannt. (apa/red)
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