Dienstag, 8. Juli 2008

"Stiller Schlaganfall" häufiger als bisweilen bekannt: Elf Prozent der Senioren betroffen

  • Personen mit Bluthochdruck gehören Risikogruppe an
  • Auch Raucher & Diabetes-Patienten stärker gefährdet

Ein sogenannter stiller Schlaganfall trifft scheinbar gesunde Erwachsene häufiger als bisher angenommen. Bei mehr als zehn Prozent der Personen, die keine Anzeichen eines Schlaganfalls bemerkt hatten, fanden US-Forscher bei einer Untersuchung per Magnetresonanz-Tomographie (MRT) Hinweise auf einen solchen Hirninfarkt.

Ein "stiller Schlaganfall" entsteht, wenn Blutgerinnsel den Blutfluss im Gehirn blockieren. Diese Blockade kann Hirnzellen schädigen und weist zudem auf ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko hin. Die Untersuchung von rund 2.000 Personen mit einem Durchschnittsalter von 62 Jahren zeigte, dass fast elf Prozent jener Teilnehmer, die nie einen Schlaganfall bemerkt hatten, Zeichen eines stillen Hirninfarktes aufwiesen.

Betroffen waren insbesondere ältere Personen, Menschen mit Bluthochdruck und Herzkreislauf-Erkrankungen sowie Raucher und Diabetes-Patienten. (apa/red)

8.7.2008 10:45