Mittwoch, 9. Juli 2008

Der Kuschelbär in der Mausi-Falle

  • Doppelinterview: Über Liebe, Sex & Zukunft

Sie lieben einander. Sie leben miteinander. Sie sprechen über Hochzeit und Babys – das Doppel-Interview, die Doppel-Homestory.

Sie logiert auf drei Etagen (250 Quadratmeter, 6.000 Euro Monatsmiete) in Döbling, er wohnt auf zwei Etagen (250 Quadratmeter, Eigentum) in Klosterneuburg. Nun beschlossen Christina Lugner, 43, und Franz Geisselhofer, der 50-jährige Baumeister ihres neuen Glücks, nomadisierend zusammenzuleben. Einmal da, einmal dort. 500 Quadratmeter auf fünf Stockwerken für zwei Liebesnester – die NEWS erstmalig in Augenschein nehmen durfte. Zur Doppel-Homestory das Doppel-Interview: Geisselhofer, Inhaber von zwei florierenden Betrieben (Finanzdienstleistungen unter der Führung ­eines Exbankers sowie eine Versicherungsmaklerei), und Lugner, Chefin einer florierenden Ich-AG, sprechen erstmals offen über Liebe, Sex und Zukunft – und über die langen Schatten der Vergangenheit.

NEWS: Wie haben Sie einander kennen gelernt?
Lugner: Vor zehn Jahren, bei einer Hochzeit. Ich war von diesem Mann schon damals sehr angetan, doch dann haben wir uns aus den Augen verloren.
Geisselhofer: Am 22. Dezember des Vorjahres haben wir uns dann zufällig in einem Wiener Lokal wieder getroffen – ich habe sie zuerst gar nicht erkannt, weil sie ausgeföhnte Haare hatte. Im März hat’s dann so richtig gefunkt.

NEWS: Inwiefern?
Lugner: Er hat mich eingeladen, gemeinsam mit ihm in der Tiefgarage an der Freyung sein Auto zu suchen. Dann hat er mich geküsst – lange nur geküsst, sehr, sehr leidenschaftlich, von außen durchs Wagenfenster. Er stand draußen, ich saß in meinem Auto. Ich liebe Tiefgaragen!
Geisselhofer: Also, das ist mir jetzt wirklich zu heftig …
Lugner: Er war ja so süß, wirklich süß.

NEWS: Mit einer öffentlichen ­Figur wie Frau Lugner liiert zu sein ist wohl nicht immer ganz einfach?
Geisselhofer: Ich liebe sie, nicht die öffentliche Figur. Deswegen konnte ich mir auch überhaupt nicht vorstellen, wie heftig das wird. Ich finde, als Geschäftsmann hat man in der Society nicht wirklich etwas verloren. Der Grund, weshalb ich dennoch hier sitze – meine Ex­freun­din hat mich öffentlich ­denun­ziert, sich geschäfts- und rufschädigend geäußert. Da habe ich erstmals gemerkt, was gekränkter Stolz und gekränkte ­Eitelkeit ausmachen können.

NEWS: Nämlich?
Geisselhofer: Sie hat mir vorgeworfen, dass ich meinen Alimentationsverpflichtungen gegenüber der Mutter meiner Kinder nicht nachkomme. Doch das stimmt nicht, ich liebe meine beiden Kinder, mein 19-jähriger Sohn wohnt bei mir, der 14-jährige bei seiner Mutter. Ich habe meine Unterhaltszahlungen immer pünktlichst geleistet. Das war eine volle Breitseite von meiner Ex, die mich umso schwerer getroffen hat, als ich mit der Mutter meiner Kinder noch immer ein sehr gutes Verhältnis habe. Das will ich klarstellen – weiter möchte ich keine Schmutzwäsche waschen.
Lugner: Man kann sich zwar relativ lange mit Schlamm bewerfen lassen, nur irgendwann hält man’s dann nicht mehr aus.

NEWS: Warum die gekränkte ­Eitelkeit – haben sich denn Ihre Beziehungen irgendwie überschnitten?
Geisselhofer: Nein, ich bin nicht doppelgleisig gefahren. Die Probleme sind ja auch erst aufgetreten, als sie merkte, wer meine neue Freundin ist.

NEWS: Also der Lugner-Faktor?
Lugner: Natürlich, der Name polarisiert nach wie vor, und die Anschüttungen haben natürlich damit zu tun, dass ich in der ­Öffentlichkeit stehe. Aber wenn eine Beziehung zu Bruch geht, sucht man ganz einfach einen Schuldigen, um mit sich selbst ins Reine zu kommen.

NEWS: Ist es ein Problem für Sie, in der Öffentlichkeit als neuer Herr Lugner taxiert zu werden?
Geisselhofer: Nein …
Lugner: Das ist doch lächerlich. Der Richard hat seine Familie, und wir haben unsere Familie.

NEWS: Sie sind also bereits eine Familie?
Lugner: Ja, das sind wir. Wir ­leben zusammen, und die Jacqueline mag den Franz total. Als ich den Franz kennen gelernt habe, …
Geisselhofer: Nein, das erzählst du nicht.
Lugner: … hatte er sich gerade ­einen Jeep gekauft. Und mir
und einem anderen Freund am 23. Dezember als Überraschung ­einen Christbaum nachhause ­gebracht. Die Jacqueline hat dann lange geglaubt, der Franz ist der Christbaumlieferant.

NEWS: Was kann der Christ­baumlieferant, was der Baumeister nicht konnte?
Lugner: Wir haben uns verliebt. Punkt. Wenn eine Frau mit 43 plötzlich die Liebe entdeckt, dann ist das etwas so unglaublich Schönes und Wertvolles, weil man damit einfach nicht mehr rechnet. Diese Schmetterlinge im Bauch hatte ich zuletzt als Teenager. Franz hat mich wie ein Blitz getroffen. Ich habe meine Sexualität erst jetzt so richtig entdeckt.

NEWS: Was mögen Sie abgesehen davon an ihm?
Lugner: Ich habe in ihm einen Hafen gefunden, in dem ich mich unglaublich geborgen füh­le, das sage ich ihm auch immer wieder. Dieses Gefühl hatte ich zum letzten Mal in meiner Kindheit. Er hat alles so fest im Griff – mich auch.

Das ganze Interview finden Sie im aktuellen NEWS-Magazin 28/2008

9.7.2008 16:58