Samstag, 12. Juli 2008

AK schlägt wegen Spritpreisen Alarm:
ARBÖ spricht von einem Spritpreis-Skandal

  • Tumpel fordert "Ende der skandalösen Preispolitik"
  • ARBÖ: "Konzerne ziehen uns extra über den Tisch"

Die Arbeiterkammer hat angesichts steigender Spritpreise ein "Ende für die skandalöse Preispolitik der Mineralölkonzerne" gefordert. AK-Präsident Tumpel forderte, den Steuerzuwachs durch unfaire Benzinpreise zurück an die Konsumenten zu geben. Auch der Autofahrerclub ARBÖ sprach von einem "Spritpreis-Skandal" und forderte rasche Konsequenzen.

Erfreut zeigte sich Tumpel über die Untersuchung der Wettbewerbsbehörde über die Preispolitik der großen Ölkonzerne, die "endlich Nägel mit Köpfen gemacht" habe. Wenn es stimme, dass die Mineralölkonzerne eine skandalöse Preispolitik auf dem Rücken der Autofahrer betreiben, müsse die Bundeswettbewerbsbehörde "unverzüglich beim Kartellgericht einen Antrag auf Verhängung eines Bußgeldes stellen. Eventuelle Bußgelder aus diesem Verfahren müssten dann unverzüglich an die Autofahrer zurückgegeben werden.

Auch der Autofahrerclub ARBÖ fordert ob der hohen Spritpreise rasche Konsequenzen. Es gebe einen Millionenschaden für die Autofahrer. "Nicht genug, dass wir derzeit Rekordpreise für Treibstoffe zahlen müssen, ziehen uns die Konzerne auch noch extra über den Tisch", so ARBÖ-Geschäftsführer Musil.

Der ARBÖ verwies darauf, dass täglich 27,5 Millionen Liter Treibstoff verkauft würden. "Jedes Mal, wenn eine Preissenkung um zwei Cent zwei Tage lang verzögert wird, entstehen für die Autofahrer Mehrkosten von 1,1 Millionen Euro". Pro Jahr bedeute dies eine Schadenssumme von mindestens 33 Millionen Euro." Allein in den letzten drei Jahren dürften sich die Konzerne dadurch ein Körberlgeld von mindestens 100 Millionen Euro geholt haben", schätzt der ARBÖ.

Der ÖAMTC fordert angesichts der steigenden Spritpreise eine umfassende Aufklärung. Die "Kraftfahrer-Frotzelei muss ein Ende haben", hieß es.
(apa/red)

12.7.2008 16:56