Catania-Ultra wird der Prozess gemacht:
Fan ist seit Polizisten-Mord 2007 in Haft
- Krawalle in Sizilien hatten ein Todesopfer gefordert
- Noch minderjähriger Verdächtigter bereits verurteilt

·Catania: 17-Jähriger unter Mordverdacht
Soll Polizisten mit Wasch-
Becken getroffen haben
·Sperre des Catania-
Stadions aufgehoben
Sportstätte war nach Tod
eines Polizisten gesperrt
Ein Jugendgericht in der sizilianischen Stadt Catania hat die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen den "Ultra" Antonino Filippo Speziale beschlossen. Der Fußball-Fan war wegen Mordverdachts am Polizisten Filippo Raciti bei schweren Krawallen am Rande des sizilianischen Derbys gegen Palermo am 2. Februar 2007 festgenommen worden. Speziale war bei seiner Verhaftung noch minderjährig, er wurde bereits wegen Beteiligung an Verwüstungen und Widerstand gegen die Staatsgewalt zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Prozess wegen des Mordfalles wird am 30. September beginnen. Ein weiterer "Ultra" wird des Mordes an Raciti beschuldigt.
Der Rechtsanwalt Speziales bestreitet, dass sein Mandant Racitis Mörder sei, er habe sich lediglich an den Krawallen in Catania beteiligt. Die Ermittler behaupten dagegen, Speziale als jenes Mitglied der "Ultras" identifiziert zu haben, das Raciti mit einem Waschbecken getroffen hatte. Dieses war von den Toilettenanlagen der Nord-Kurve des Angelo-Massimino-Stadions von Catania herausgerissen worden.
Wegen der Ausschreitungen in Catania waren im Februar 2007 insgesamt 41 Personen festgenommen worden, darunter 15 Minderjährige. Nach Racitis Ermordung hatte das italienische Parlament ein strenges Anti-Gewalt-Gesetz verabschiedet.
(apa/red)
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