Machtkampf hinter Barcelonas Kulissen:
Präsident Laporta verliert Abstimmung
- Krise beim FC Barcelona ist damit voll entbrannt
- Präsident will Konsequenzen aus Misserfolgen ziehen

·Ronaldo-Poker geht in die Entscheidung
Transfer-Verhandlungen zwischen Real und ManU
·Daniel Alves landet beim FC Barcelona
FC-Sevilla-Verteidiger wechselt für 29,5 Mio.
·Scolari nimmt Deco zum FC Chelsea mit
Portugals Mittelfeldstar kommt vom FC Barcelona
Die Krise des FC Barcelona hat nun auch die Führungsetage des spanischen Fußball-Traditionsclubs erfasst. Barca-Präsident Joan Laporta hat eine Vertrauensabstimmung unter Club-Mitgliedern verloren. Laporta weigerte sich aber Neuwahlen auszurufen. Unklar ist noch, ob er dazu nicht verpflichtet wäre. Turnusmäßig stünden die nächsten Wahlen 2010 auf dem Programm.
Club-Mitglied Oriol Giralt, der die Abstimmung initiiert hatte, meinte danach: "Wenn ich Präsident wäre, würde ich zurücktreten." Im Detail hatten 60,6 Prozent (23.870 Stimmen) Laportas Rücktritt gefordert. 37,75 Prozent (14.871) sprachen sich für einen Verbleib des Barca-Chefs aus.
Laporta gibt klein bei
Laporta kündigte nun einen Kurswechsel an: "Dieses Votum ist eine Bestrafung für die vergangenen zwei Jahre. Wir werden die Konsequenzen daraus ziehen und daran arbeiten, die Schieflage zu korrigieren und die Stabilität des Clubs wiederherzustellen." Den Rücktrittsaufforderungen muss er nicht nachkommen. Für den Sturz des Präsidenten wäre eine Zweidrittelmehrheit notwendig gewesen
Bei den Katalanen ist spätestens nach dem klar verfehlten Meister-und Champions-League-Titel in der abgelaufenen Saison ein offener Machtkampf um den Posten des Präsidenten entbrannt. Als schärfster Widersacher von Laporta gilt ausgerechnet dessen frühere "rechte Hand" Sandro Rosell.
(apa/red)
JETZT WETTEN MIT HAPPYBET!
