LASK nach Auswärtssieg Tabellenführer:
Klar überlegene Linzer besiegten Altach 3:1
- LASK nach zwei Runden weiterhin ohne Punkteverlust
- Altacher setzen sich vorerst am Tabellenende fest

·Packendes Spitzen-
spiel endet mit Remis
Salzburg trotzt Rapid
auswärts ein 2:2 ab
·Mattersburg bezwingt
Ried mit Mühe 2:1
Gleich zwei Ried-Spieler mussten Feld verlassen
·Auf Karl Daxbacher
wartet noch viel Arbeit
Austria enttäuscht auch
beim 2:2 in Kapfenberg
Der oberösterreichische Fußball-Bundesligist LASK Linz scheint auch in der zweiten Saison nach dem Oberhausaufstieg ein gewichtiges Wort um die internationalen Startplätze mitreden zu wollen. Nach dem klaren 3:1-Auswärtssieg in Altach stehen Ivica Vastic und Co. als einziges Team mit dem Punktemaximum nach zwei Runden an der Tabellenspitze (vor dem Nachtragsspiel Austria Kärnten - Sturm Graz).
Während die am Tabellenende liegenden Vorarlberger ziemlich düstere Aussichten haben, rehabilitierte sich Mattersburg (2:1) für die Auftaktschlappe gegen Salzburg und verpatzte damit Paul Gludovatz sein Trainerdebüt in Ried.
Die Linzer waren auch im zweiten Auswärtsspiel in Serie nach dem 1:0 in Kapfenberg zum Auftakt die bessere Mannschaft und konnten sich vor allem auf die Torjägerqualitäten von Altstar Ivica Vastic ("Es war ein sehr, sehr schwieriges Spiel. Altach hat uns alles abverlangt") verlassen. Der 38-Jährige sorgte per Kopf und mit einem genialen Freistoß schon vor der Pause für die Vorentscheidung. "Die Qualität des LASK heißt Ivica Vastic. Er hat den LASK mit zwei sensationellen Aktionen in Führung gebracht", zollte auch Altach-Coach Heinz Fuchsbichler der Leistung des Linzer-Doppeltorschützen Tribut.
Jung und Alt stellten Altach kalt
Doch nicht nur der Oldie spielte sich in den Vordergrund, so traf etwa der erst 18-jährige Thomas Piermayr in der Nachspielzeit zum 3:1-Endstand und bereitete der 19-jährige Emanuel Schreiner, für den Piermayr in der 59. Minute eingewechselt wurde, den Linzer Führungstreffer mit einer schönen Flanke vor. "Er hat sich das schon in der Vorbereitung verdient, man muss versuchen, junge Spieler einzusetzen", sagte LASK-Coach Andrej Panadic.
Der 39-Jährige war zwar sehr glücklich, warnte aber auch vor zu großer Euphorie. "Wir haben jetzt zwei Heimspiele (Anm./gegen Austria und Austria Kärnten), die nicht einfach werden, weil alle wissen, dass wir jetzt zwei Auswärtsspiele gewonnen haben", so Panadic. "Aber wir sind in einer guten Ausgangsposition." Die Linzer haben wahrlich gute Karten, vor allem wenn man bedenkt, dass mit den beiden Neuzugängen Säumel und Weissenberger sowie dem Brasilianer Wendel derzeit noch drei Teamstützen fehlen.
Altach hält bei bereits sechs Gegentreffern
Am anderen Ende der Tabelle stehen die Altacher, die nach dem 0:3 in Ried neuerlich drei Gegentreffer kassierten. "Dem Team gebührt dennoch ein Kompliment. Die Spieler kommen teilweise aus der Ersten Liga, müssen sich daher erst eingewöhnen. Die zweite Hälfte war schon sehr in Ordnung", resümierte Fuchsbichler. Das Tabellenschlusslicht sei rund um die Uhr dran, Spieler zu testen. "Es ist aber nicht leicht, weil wir auch an die wirtschaftliche Seite denken müssen", wies der Altach-Coach hin.
Noch mehr Gegentore als die Vorarlberger hat bisher nur Mattersburg (7) erhalten. Die Burgenländer, die nach den Ausschlüssen von Burgstaller (39.) und Salihi (42.) fast 50 Minuten mit zwei Mann mehr spielten, kamen aber unabhängig davon im Heimspiel gegen Ried zu einem hartumkämpften 2:1-Sieg. "Wir hatten eine psychische Doppelbelastung. Wir mussten die 0:6-Niederlage gegen Salzburg wegstecken und die Tatsache, dass wir zwei Mann mehr waren", sagte Mattersburg-Coach Franz Lederer.
Seine Elf sei zwar im Spiel Elf gegen Elf spielbestimmend gewesen, habe danach aber in Überzahl nicht gleich die richtigen Mittel gefunden. "Ried hat die Räume gut eng gemacht", merkte Lederer an. Michael Mörz hatte den Tabellenfünften erst in der 86. Minute mit dem Siegestor erlöst und Neo-Ried-Coach Gludovatz damit den ersten Auftritt auf der Trainerbank verpatzt. "Wir waren fast 50 Minuten in Unterzahl, da war es natürlich schwierig", fasste Gludovatz zusammen. Der Charakter der Mannschaft sei ihm aber sehr positiv aufgefallen. "Darauf kann man aufbauen"; so der ehemalige ÖFB-Nachwuchscoach, der auch zu Scherzen aufgelegt war. "Von 105 Punkten können wir jetzt nur mehr 102 machen."
Cashpoint SCR Altach - LASK Linz Endstand 1:3 (0:2)
Altach, Cashpoint-Arena, 4.500 Zuschauer, SR Meßner
Torfolge:
0:1 (23.) Vastic
0:2 (37.) Vastic
1:2 (53.) Stückler
1:3 (92.) Piermayr
Altach: Krassnitzer - Mimm (73. Mattle), Stückler, Sereinig, Pfister
- Vishaj (46. Karatay), Guem, Pamminger, Rajic - Konrad, Jagne
LASK: Cavlina - Gansterer, Baur, Hoheneder, Wisio - Klein, Saurer, Panis, Schreiner (59. Piermayr) - Mayrleb (75. Kablar), Vastic (90.
Mijatovic)
Gelbe Karten: Rajic, Pfister, Vishaj, Guem bzw. Vastic, Kablar,
Wisio
(apa/red)
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