2 Liga-Fehlstarter ringen um Anschluss:
Kapfenberg empfängt favorisierte Austria
- Kapfenberg besiegte Austria zuletzt vor 42 Jahren
- Coach Daxbacher spricht aber von "Pari-Chance"
LIVE: Erleben Sie das Spiel ab 17.00 Uhr auf news.at!

·Neuling Kapfenberg startet mit Niederlage
Rasswalder mit goldenem
Köpfchen für den LASK
·Acimovic-Elfer rettet
Veilchen einen Punkt
Kärnten im Horr-Stadion
lange Zeit in Führung
SV Kapfenberg gegen Austria Wien heute (17.00 Uhr live auf news.at) im Fekete-Stadion ist das einzige Fußball-Duell der zweiten tipp3-Bundesliga-Runde, in dem zwei zum Auftakt sieglos gebliebene Vereine aufeinandertreffen. Dementsprechend viel steht für beide Seiten auf dem Spiel. "Den Steirern ging es wie uns, auch sie haben sich zum Start vor eigenem Publikum viel vorgenommen gehabt", meinte Austria-Trainer Karl Daxbacher.
Der Aufsteiger startete mit einem 0:1 gegen den LASK, die Wiener begannen mit einem enttäuschenden 1:1 gegen Austria Kärnten. "Für beide Mannschaften steht schon einiges auf dem Spiel. Die Steirer werden nach zwei Heimspielen nicht ohne Punkt dastehen wollen, für uns sollten nach dem Heim-Remis drei Punkte her", sinnierte Daxbacher, der aufgrund der Leistung seiner Elf und der Tatsache, dass sie auswärts antritt, von einer "Pari-Chance" sprach.
"Wir sind nicht absoluter Favorit", gestand der 55-Jährige, der dem Gegner eine gute Leistung und eine ausgeglichene zweite Spielhälfte gegen seinen Ex-Verein LASK bescheinigte. Daxbacher will von seiner Truppe im zweiten Versuch alles sehen, was gegen Kärnten verabsäumt wurde. "Wir müssen mehr Bewegung ohne Ball zeigen, geistig wacher und besser vorbereitet sein, sowie auf dem Platz mehr die Zweikämpfe annehmen", lautet sein Auftrag.
Okotie und Bazina gesetzt
"Vier Zähler zum Start wären auch okay. Wir müssen aber so aggressiv auftreten wie die Kärntner zuletzt gegen uns", hoffte Franz Schiemer, dass das Versäumte von Wien in der Obersteiermark nachgeholt wird. Über seine Aufstellung wollte Daxbacher noch zwei Trainingseinheiten abwarten bzw. nachdenken. Fix ist aber, dass Okotie, der im Finish gegen Kärnten viel frischen Wind gebracht und den Foulelfer vor dem 1:1 herausgeholt hatte, im Angriff neben Bazina beginnen wird.
Anstelle der ausgewechselten Sulimani und Hattenberger, könnten die "Nachfolger" Krammer und Netzer diesmal in der Startelf stehen. Die Kapfenberger, die erstmals nach 41 Jahren wieder in der obersten Spielklasse mitspielen, müssen weiterhin auf ihren Abwehrchef Fukal (Knieprobleme) verzichten. Mehr als über den Ausfall ärgert man sich im KSV-Lager aber über das "blöde Tor aus der ersten Chance" gegen den LASK am Mittwoch.
Kapfenberg musste "Lehrgeld zahlen"
"Wir mussten Lehrgeld zahlen", nahm Trainer Werner Gregoritsch seine Mannen, mit denen er eine zweitägige Analyse des 0:1 gegen LASK vornahm, in Schutz. "Wir haben in der ersten Spielhälfte zu viel Respekt gezeigt und uns zu wenig zugetraut. Nach der Pause haben wir gesehen, dass wir mithalten können", befand der Feldherr und fügte hinzu: "Erst wenn wir das erste Erfolgserlebnis haben, kommt das Selbstvertrauen, sind wir erst in der Liga angekommen."
Gegen die Austria, die er von seinem Co Kurt Russ beobachten ließ, erwartet er von der jüngsten Mannschaft der Liga (Durchschnittsalte 25,6 Jahre), dass sie Leidenschaft und den Willen zeigt, ein Tor zu machen, dass sie nach vorne spielt und einen Schritt schneller in die Zweikämpfe geht. Vor seinem Kollegen Daxbacher und seinen Schützlingen zeigte Gregoritsch großen Respekt, er sei der ideale Trainer dort und die Austria ein Anwärter auf einen Top-Drei-Platz zu Saison-Ende.
Die Kapfenberger haben zuletzt im Oberhaus mit dem 1:0 gegen Wacker Wien am 11. Dezember 1966 voll gepunktet. Gegen die Austria gab es bisher 22 "erstklassige" Duelle, das jüngste 1967 verloren die Obersteirer durch ein Tor von Thomas Parits, des jetzigen Austria-Vorstandes, in der 21. Minute 0:1. Auch die Gesamtbilanz spricht für die Gäste: drei KSV-Siege, vier Remis und 15 Austria-Erfolge. Das bisher letzte KSV-Erfolgserlebnis mit 3:2 (heim) datiert vom Herbst 1957. In der Saison 1957/58 beenden die Steirer die Punktekampagne übrigens als Siebente, ihre beste Platzierung, und damit einen Rang vor der Austria.
Mögliche Aufstellungen Kapfenberg - Austria Wien
(Sonntag, Fekete-Stadion, 17.00 Uhr/live auf news.at, SR Thomas Einwaller)
Kapfenberg: Susko - Milosevic, Schönberger, Taboga, Osoinik - Lienhart, Siegl, Erkinger, Sencar - Liendl, Bernsteiner.
Ersatz: Eisl - Reiter, Schellander, Felfernig, Rauscher, Wilson, R. Reifeltshammer, Wieger, Kozelsky
Es fehlen: Fukal, Hüttenbrenner (beide verletzt)
Austria: Safar - Standfest, Bak, Schiemer, Sun Xiang - Krammer/Sulimani, Netzer/Hattenberger, Blanchard, Acimovic - Bazina, Okotie.
Ersatz: Almer - Majstorovic, Troyansky, Sulimani, Hattenberger, Dragovic/Dimic, Netzer, Suttner, Sand/Mössner, Lafata
Es fehlen: Madl (rekonvaleszent), Metz (verletzt)
(apa/red)
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