Mattersburg will gegen Ried zu alter Stärke:
Rieder müssen Auswärtsserie überwinden
- Gludovatz will 1. Rieder Auswärtssieg seit 13 Spielen
- Burgenländer haben Rekordniederlage zu verdauen

·Packendes Spitzen-
spiel endet mit Remis
Salzburg trotzt Rapid
auswärts ein 2:2 ab
·Altacher kämpfen um
ersten Sieg seit März
Gegner LASK ist nach Auftaktsieg selbstbewusst
·Zwei Liga-Fehlstarter
ringen um Anschluss
SV Kapfenberg empfängt leicht favorisierte Austria
·Gludovatz wird neuer
Coach des SV Ried
Ex-Nachwuchsteamchef kommt ins Innviertel
Mit der höchste Bundesliga-Niederlage der Vereinsgeschichte im Rücken will der SV Mattersburg im ersten Heimspiel der noch jungen Fußball-Saison gegen die SV Ried zu alten Tugenden zurückfinden. Nach der 0:6-Schlappe in Salzburg sieht Trainer Franz Lederer die Partie im Pappel-Stadion heute (19.30 Uhr, live auf news.at) als "Gelegenheit, uns wieder ins rechtes Licht zu rücken". Die erstmals unter Neo-Coach Paul Gludovatz agierenden Oberösterreicher wollen nach einem überraschend klaren Auftaktsieg jedoch auch in der Ferne wieder einmal glänzen.
Ried war auswärts in der Vergangenheit ein gerne gesehener Gast - auch im Burgenland. Acht von zwölf Zähler holten die Mattersburger in der vorigen Saison im direkten Vergleich, beide Heimpartien wurden gewonnen. Auf die Heimserie seiner Schützlinge, die nun bereits seit 14 Spielen ohne Niederlage anhält, baut auch Lederer. "Ich setze auf meine Mannschaft. Daheim haben wir immer mehr Glauben an uns selbst", meinte der Coach, der seine Mannschaft zu Hause zuletzt am 19. August 2007 (0:1 gegen Austria) als Verlierer vom Platz gehen sah.
Die Partie in Salzburg sei intern noch einmal durchbesprochen worden, nun wolle man dem Publikum ein anderes Mattersburg präsentieren. "Wie müssen die Tugenden herauskehren, die uns in der Vergangenheit ausgezeichnet haben", setzte Lederer auf Kampfgeist und Laufbereitschaft. Die Pleite gegen den Vizemeister bezeichnete er als "Ausrutscher". Die Mannschaft habe Qualität, in Salzburg aber "alles falsch gemacht, was wir falsch machen konnte". An seinem 3-5-2-System will Lederer nicht rütteln. Ein Jubiläum gegen Ried feiern darf Obmann Martin Pucher, der den Verein vor 20 Jahren in der fünften Leistungsklasse übernommen hat.
Miserable Rieder Auswärtsserie
Der Heimstärke von Mattersburg steht wie der Unterschied zwischen Tag und Nacht die Auswärtsserie der Rieder gegenüber. 13 Partien sind die Innviertler bereits ohne Erfolgserlebnis, nur zwei Zähler und ein Torverhältnis von 5:32 sprechen Bände. Im ersten Spiel unter dem Burgenländer Gludovatz soll sich dies ändern. "Im Hintergrund schwelt natürlich diese Auswärtsschwäche mit. Aber wir haben viele neue Spieler, die Stimmung ist nach dem Auftakt natürlich äußerst positiv", erklärte Co-Trainer Gerhard Schweitzer.
Der langjährige Assistent von Gludovatz im ÖFB-Nachwuchsbereich bereitete die Mannschaft auf die Partie vor. Gludovatz war bereits beim Training dabei, um die Mannschaft kennenzulernen. "Wir haben erst am Donnerstag Kontakt gehabt, nachdem die Einigung mit dem ÖFB überraschend schnell ging", meinte Schweitzer, der nach dem Abgang von Georg Zellhofer die interimistische Betreuung der Rieder übernommen hatte. Nach dem 3:0 gegen SCR Altach fahre Ried jedenfalls "mit einer breiten Brust" ins Burgenland, das 0:6 des Gegners sei als Wegweiser aber "kein Thema".
Strak und Stocklasa warten auf Spielergenehmigungen
Personell wird sich aufseiten der Oberösterreicher, die auf "Mattersburg-Spezialist" Hamdi Salihi (vier Tore in sechs Spielen) bauen dürfen, nur wenig ändern. Auch, weil die beiden Neuverpflichtungen Stocklasa und Strak noch auf Spielgenehmigungen warten. Besonders beim Polen Strak verwundert das, wurde der Mittelfeldmann doch bereits Mitte Juni verpflichtet. Schweitzer dazu sarkastisch: "Was ich weiß, spießt sich das bei einem polnischen Regionalverband. Da geht es wahrscheinlich um eine Stempelmarke".
Mögliche Aufstellungen SV Mattersburg - SV Josko Ried
(Samstag, Pappel-Stadion, 19.30 Uhr live auf news.at, SR Gangl)
Mattersburg: Borenitsch - Csizmadia, Sedloski, Mravac - Atan, Lindström, Seidl, Mörz, Salamon - Jancker, Naumoski.
Ersatz: Bliem - Pöllhuber, Pauschenwein, Kovrig, Lösch, Mansberger, Wagner, Lindner
Es fehlen: Schmidt, Doleschal (beide rekonvaleszent)
Ried: Gebauer - Brenner, Glasner, Burgstaller, Ulmer - Lexa, Drechsel, Kovacevic/Strak, Toth, Kujabi - Salihi.
Ersatz: Auer - Pllana, Hofer, Illibauer, Hadzic, Schmidl, Bammer
Es fehlen: Mader, D. Berger (beide verletzt), Hackmair (rekonvaleszent)
Fraglich: Strak, Stocklasa (beide fehlende Spielgenehmigung)
(apa/red)
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