Daxbachers Veilchen wollen nicht blühen:
"Austria neu" mit schwachem 1:1-Remis
- Neo-Austrianer konnten noch nicht überzeugen
- Joker Rubin Okotie gibt Hoffnung für nächste Spiele

·Acimovic-Elfer rettet
Veilchen einen Punkt
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lange Zeit in Führung
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Spiele im Rückblick!
Bilder: Die Highlights der Bundesliga-Saison 08/09
Nach Meister Rapid, der zur Eröffnung der 35. Fußball-Saison in Graz gegen Sturm 1:3 verloren hat, ist auch dessen Lokalrivale schlecht aus den Startlöchern der tipp3-Bundesliga gekommen. Die "neue" Wiener Austria mit ihrem Trainer-Heimkehrer Karl Daxbacher und drei Neo-Violetten (Sun Xiang, Hattenberger und Bazina) in der Startelf musste sich nach matter Vorstellung gegen die Kärntner Austria mit einem 1:1 (0:1) begnügen.
Das Resultat war für die Hausherren und deren Fans nichts Neues. Es war das dritte Remis in Serie zum Auftakt nach einem 2:2 vor einem Jahr in Graz gegen Sturm und einem 0:0 vor zwei Jahren zu Hause gegen den GAK. "Es hat sich gegenüber der vorigen Saison wenig geändert", resümierte Daxbacher enttäuscht und meinte damit das Offensivspiel und die Torausbeute seiner Mannen. "Erst nach dem Ausgleich gegen Ende kam das Gefühl auf, dass wir noch hätten gewinnen können, aber das hätte nichts an unserer absolut unzufriedenen Leistung geändert", bilanzierte der 55-Jährige.
Kärtner Führung war verdient
Seine Truppe habe sich viel vorgenommen gehabt, doch davon sei nichts zu sehen gewesen, weil sie viel zu locker ins Spiel gegangen sei. "Die Kärntner haben früh attackiert, das hat uns verunsichert. Erst nach einer halben Stunde haben wir mehr gekämpft", analysierte Daxbacher. Vor allem in der ersten Hälfte waren die Austrianer weit davon entfernt, der Favoritenrolle auf dem Rasen gerecht zu werden. Die Kärntner spielten unbekümmert, frech, frisch und gefällig nach vorne. Ihre Führung durch einen Chaile-Kopfball in der 17. Minute nach Eckball von Junuzovic war der verdiente Lohn.
Auch nach der Pause fand die Austria nicht in die Gänge und benötigte im Finish einen von Acimovic verwandelten Foulelfer (77. Min., Chaile-Foul an Okotie), um wenigstens einen Punkt zu ergattern. Mit dem Ausgleich im Rücken erstarkten die Veilchen, wie man es von ihnen von Beginn an erwartet hatte. Der eingewechselte Okotie hatte außerdem frischen Wind gebracht, der Stürmer sogar das 2:1 vor den Beinen, er traf aber nur die Latte. Trotz des druckvollen Finishs waren die Gastgeber letztlich mit dem 1:1 gut bedient. "Der Ausgleich hat uns Schwung gegeben, mit dem X müssen wir zufrieden sein", meinte Franz Schiemer.
Sun kam nicht in die Gänge
Es brauche noch Zeit und Arbeit, damit die Mannschaft mit den Neuen harmoniert. Mit Sun - der erste Chinesen in der Bundesliga kam bei seinem Debüt nicht nach Wunsch zurecht - hatte er selbst keine Probleme. "Außer, dass ich nicht weiß, was sein Vor- und Zuname ist. Ich rufe ihn Sun und spreche mit ihm englisch", erzählte der Innenverteidiger über den Mann links in der Viererkette. Joachim Standfest wusste, woran es vor allem haperte: "Wir haben zu viele Bälle verloren, so kann man nicht gewinnen."
Wolfgang Mair, im Sommer von Favoriten nach Klagenfurt gewechselt, packte mit einem Lächeln seine Tasche und meinte: "Das Resultat gibt Auftrieb für die Saison. Hätten wir unsere Konter ordentlich abgeschlossen, dann wäre noch mehr möglich gewesen." Matthias Dollinger pflichtete ihm bei: "Wir haben sehr gut gespielt, hätten gewinnen können. Wir fahren mit dem einen Punkt dennoch zufrieden heim." Kärnten-Trainer Frenkie Schinkels, einst erfolgreich am Verteilerkreis tätig, sprach von einem "mehr als verdienten Punkt" für seine Schützlinge.
Hätte Kärnten nur das 2:0 gemacht...
"Wir haben Austria im ersten Spiel mehr als gefordert, leider Konter verschenkt. Hätten wir das 2:0 gemacht, wäre der Käse gegessen gewesen." Der gebürtige Niederländer hatte mit den Klagenfurtern der Austria mit dem 1:0 am 15. März die bisher letzte Heimniederlage zugefügt. "Diesmal haben wir noch besser gespielt", befand der Motivationskünstler und kündigte an: "Wir treten überall an, um zu punkten. Das haben wir im ersten Spiel gezeigt."
(apa/red)
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