Tour de France wieder im Dopingsumpf:
Bereits nach erster Etappe positiver Fall
- Bergspezialist Beltran gibt positiven EPO-Test ab
- UCI-Präsident Pat McQuaid mit großer Empörung

·Erster Dopingfall der
Tour de France 2008
Spanier Manuel Beltran macht heuer den Anfang
·Rechtskommission der NADA steht parat
Gremium entscheidet künftig über Dopingfälle
Tour de France ist auch in diesem Jahr wieder in den Doping-Sumpf geraten. Bereits nach der ersten Etappe der Radrundfahrt wurde der Spanier Manuel Beltran positiv auf EPO getestet, wie die französische Anti-Doping-Agentur (AFLD) mitteilte. "Wann werden diese Idioten lernen, das das vorbei ist?" empörte sich der Präsident des Internationalen Radsport-Verbandes UCI, Pat McQuaid. "Einmal mehr ist der Sport der Leidtragende", betonte der Ire.
Der 37-jährige Beltran wurde zwei Stunden nach dem positiven Test von der Polizei abgeführt. Er kann nun noch eine B-Probe beantragen. Wenn das die Bildung der roten Blutkörperchen beeinflussende Erythropoetin (EPO) dann erneut nachgewiesen wird, will ihn sein Team Liquigas aus dem Rennen nehmen. Vor drei Jahren fuhr Beltran noch als Bergspezialist an der Seite von Tour-Rekordsieger Lance Armstrong im Team von U.S. Postal.
Bereits die Tour de France 2007 war von zahlreichen Dopingfällen überschattet worden. Der damals führende Däne Michael Rasmussen wurde im Vorjahr wenige Tage vor dem Ende der Rundfahrt vom Rennen ausgeschlossen. Rasmussen hatte bezüglich seiner Tour-Vorbereitung falsche Angaben über seinen Aufenthaltsort gemacht und damit die Dopingfahnder in die Irre geleitet.
(apa/red)
