Donnerstag, 10. Juli 2008

Flüchtlingsdrama vor spanischen Küste: Unter 14 Todesopfern sind auch Kleinkinder

  • Kinder waren im Alter zwischen einem und 4 Jahren
  • Spanische Polizei griff Flüchtlingsboot am Meer auf

Auf der Flucht nach Spanien sind einem Medienbericht zufolge im Mittelmeer 15 Afrikaner ums Leben gekommen, darunter auch neun Kinder. Wie der Rundfunksender Cadena Ser meldete, wurde das völlig überfüllten Boot am Mittwochabend von der Küstenwacht abgefangen. Die Menschen seien in den vergangenen Tagen auf See verhungert oder verdurstet, ihre Leichen über Bord geworfen worden, um Platz für die Überlebenden zu schaffen, sagte ein Behördensprecher.

Ein Patrouillenboot habe vor der Küste von Almeria in Südspanien 33 Menschen von Bord des Flüchtlingsboots gerettet, hieß es weiter. Einige Flüchtlinge seien so entkräftet gewesen, dass sie nicht alleine stehen konnten. Die neun toten Kinder seien im Alter zwischen einem und vier Jahren gewesen, berichteten Radio Cadena Ser und andere Medien. Wie die Behörden mitteilten, wurden vor Almeria noch drei weitere Flüchtlingsboote mit insgesamt 139 Menschen abgefangen.

Jedes Jahr versuchen tausende Afrikaner, oft auf altersschwachen Booten, nach Spanien und von dort in andere Staaten der europäischen Union zu gelangen. Es wird vermutet, dass viele dabei ums Leben kommen.
(apa/red)

10.7.2008 12:12