Mittwoch, 9. Juli 2008

Iran testete seine Langstreckenraketen: Rakete vom Typ Shahab 3 reicht bis Israel

  • Berichte des staatlichen iranischen Fernsehsenders
  • Machtdemonstration gegen die "Feinde" des Iran

Der Iran hat bei Militärübungen am Persischen Golf neun Mittel- und Langstreckenraketen abgefeuert. Der Chef der Luftwaffe der Revolutionsgarden, General Hossein Salami, sagte im staatlichen Fernsehen, die Tests sollen jenen, die den Iran militärisch bedroht haben, "nur einen kleinen Teil der nationalen Militärmacht zeigen".

Nach iranischen Angaben wurde auch eine neue Version der Shahab-3 Rakete getestet. Dieser Raketentyp hat eine Reichweite von bis zu 2000 Kilometern und könnte theoretisch Israel erreichen. Salami sagte, dass "die Feinde" ihre Politik genauestens überlegen sollten, "da wir sie überall im Blick haben".

Der Iran hatte inmitten der Spannungen wegen seines umstrittenen Atomprogramms mit Militärmanövern im Persischen Golf begonnen. Ziel der Übungen sei die Stärkung der zu den Revolutionsgarden gehörenden Raketen- und Marineverbände, hieß es.

Gleichzeitig warnte das geistliche Oberhaupt der Revolutionsgarden, Ali Shirazi, vor einem möglichen Militärschlag gegen den Iran. "Die erste amerikanische Kugel gegen den Iran würde Tel Aviv und US-Kriegsschiffe im Golf zu Hauptzielen machen", drohte Shirazi.
(apa/red)

9.7.2008 10:09