Erste Ergebnisse beim G8-Gipfel in Japan:
Emissionen sollen bis 2050 halbiert werden
- Beschlüsse zu Klimaschutz und Weltwirtschaft
- Maßnahmen gegen Anstieg der Ölpreise geplant
·G-8-Gipfel 2008: Das
sind die Teilnehmer
Auch sieben afrikanische Staaten sind eingeladen
·Erweiterung der
G-8: Druck wächst an
Gründerstaaten haben
an Bedeutung verloren
·G-8-Gipfel: Medien
weltweit im Überblick
Tenor: Wenig Grund
zu großen Erwartungen

Der G-8-Gipfel im japanischen Toyako ist zu ersten Ergebnissen gekommen. Die Staats- und Regierungschefs verständigten sich auf das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 zu halbieren. Eine entsprechende Erklärung wollten die G-8-Führer nach einem Arbeitsessen abgeben. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf diplomatische Kreise. Heute stehen die entscheidenden Beratungen der Staats- und Regierungschefs auf dem Programm. Im Mittelpunkt der Gespräche werden die Themen Nahrungsmittelkrise, Ölpreis, Weltwirtschaft und Klimaschutz stehen.
Damit wird es allem Anschein nach im Kampf gegen den Klimawandel auch auf diesem Gipfel wie erwartet keinen Durchbruch geben. Die G-8 gehen den vorliegenden Informationen zufolge nicht über das in Heiligendamm ins Auge gefasste Ziel hinaus.
Maßnahmen gegen Ölpreisanstieg
Die acht wichtigsten Industriestaaten einigten sich nach Angaben aus der japanischen Delegation auf verstärkte Maßnahmen gegen den Anstieg der Ölpreise. Einzelheiten wurden bisher nicht bekannt. Am zweiten Tag ihrer dreitägigen Beratungen drückten die G-8 nach Beratungen über die Lage der Weltwirtschaft ihre ernste Sorge über die Rekordhochs bei den Öl-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreisen aus. Sie stellten eine ernste Gefahr für das globale Wirtschaftswachstum dar. Die G-8 sind sich einig, dass verstärkt in die Ölproduktion investiert werden müsse. Auch müsse der Dialog zwischen Förder- und Verbraucherländer verstärkt werden.
Sorge um Wirtschaftsabschwung
Die G-8 wollen aus wachsender Sorge vor einem globalen Wirtschaftsabschwung auch dem Inflationsdruck entgegentreten. Es soll eine Reihe weiterer Erklärungen unter anderem zur Weltwirtschaft, der Hilfe für Afrika, zur Nahrungsmittelsicherheit und der politischen Krise in Simbabwe geben.
In Sachen Lebensmittelkrise sollen sowohl kurzfristige Hilfen als auch langfristige Maßnahmen zur Produktionssteigerung ins Auge gefasst werden. Das Thema Klimaschutz wird vor allem auch am Mittwoch ein zentrales Thema, wenn die sieben führenden Industrienationen (USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan) und Russland (G-8) mit den Schwellenländern China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika sowie mit Australien, Indonesien und Südkorea beraten.
(apa/red)
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